27 December 2025, 18:24

Grüne lehnen Pflichtdienst für junge Erwachsene ab – interne Spaltung wird sichtbar

Eine Gruppe von Menschen in militärischer Kleidung steht zwischen roten und blauen Stühlen, mit Flaggen im Hintergrund.

Grüne lehnen Pflichtdienst für junge Erwachsene ab – interne Spaltung wird sichtbar

Die Basis der Grünen hat einen Vorschlag für die Einführung eines verpflichtenden nationalen Dienstes für junge Erwachsene abgelehnt. Der Antrag, der Männer und Frauen bis 28 Jahre zu militärischer oder ziviler Dienstleistung verpflichten sollte, war vom bayerischen Abgeordneten Niklas Wagener eingebracht und vom Grünen-Politiker Anton Hofreiter unterstützt worden.

Die Entscheidung fiel im Vorfeld eines für November geplanten Bundesparteitags, wobei keine konkrete Person als führende Kraft der Opposition gegen den Plan genannt wurde.

Wagener argumentierte, ein Jahr nationaler Dienst stärke die demokratische Widerstandsfähigkeit. Sein Vorschlag sah vor, dass Teilnehmende zwischen militärischem Dienst und zivilen Tätigkeiten wählen könnten. Doch die Idee stieß innerhalb der Partei auf Widerstand, unter anderem von Henriette Held, der Co-Sprecherin der Grünen Jugend.

Ein weiterer Antrag der Grünen-Abgeordneten Sara Nanni fand ebenfalls keine Mehrheit. Ihr Plan sah ein freiwilliges Dienstprogramm vor, das eine Online-Plattform zur Registrierung von Fähigkeiten für den Einsatz in Notfällen umfasste. Trotz des weniger strengen Ansatzes fehlte auch dieser Initiative die nötige Unterstützung der Mitglieder.

Die Ablehnung beider Anträge bedeutet, dass die Grünen vorerst weder einen verpflichtenden noch einen freiwilligen nationalen Dienst anstreben werden. Die Ergebnisse spiegeln interne Uneinigkeit darüber wider, wie bürgerschaftliches Engagement und Verteidigungspolitik gestaltet werden sollen. Aktuell sind keine weiteren Abstimmungen zu diesem Thema vorgesehen.