18 February 2026, 21:02

Handwerk in Niedersachsen kämpft mit unbesetzten Ausbildungsplätzen und Fachkräftemangel

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Gruppe von Menschen, die in einer 19. Jahrhundert-Fabrik arbeiten, wobei einige Werkzeuge halten und verschiedene Gegenstände herumliegen, und Text unten lesbar "19. Jahrhundert-Schmiede".

Mangel an Nachfolgern verschärft den Fachkräftemangel in Handwerksbetrieben - Handwerk in Niedersachsen kämpft mit unbesetzten Ausbildungsplätzen und Fachkräftemangel

Fachkräftemangel belastet weiter das Handwerk in Niedersachsen

Im vergangenen Jahr konnten 40 Prozent der Betriebe im niedersächsischen Handwerk nicht alle Ausbildungsplätze besetzen – besonders betroffen sind Gebäudereiniger. Experten warnen, dass sich die Lage in den kommenden Jahren weiter verschärfen könnte, da immer mehr Beschäftigte in Rente gehen und die Nachfrage steigt.

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Eine Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass keine genaue Gesamtzahl der unbesetzten Ausbildungsplätze 2025 in der Region erfasst wurde. Die Daten bestätigten jedoch anhaltende Schwierigkeiten, insbesondere in Branchen wie der Gebäudereinigung. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen nannte die Rekrutierung von Fachkräften als größte Hürde.

Trotz dieser Herausforderungen bewerteten 80 Prozent der Firmen ihre Situation zu Jahresbeginn als gut oder zufriedenstellend. Dennoch bleiben Sorgen über die Zukunft bestehen. Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation und mögliche Steigerungen der Infrastrukturinvestitionen könnten den Arbeitskräftemangel bis 2026 weiter verschärfen.

Die milliardenschweren Infrastrukturprogramme der Bundesregierung haben bisher kaum Entlastung gebracht. Viele Unternehmen fürchten, dass eine Beschleunigung der Investitionen den bestehenden Fachkräftemangel noch verschärfen wird.

Von einer Entspannung beim Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist in Niedersachsen nichts zu spüren. Angesichts einer alternden Belegschaft und begrenzter Nachwuchskräfte rechnen die Betriebe bis Mitte 2026 mit weiteren Rückgängen bei den Personalständen. Ohne deutliche Veränderungen wird sich die Kluft zwischen Nachfrage und verfügbaren Qualifikationen voraussichtlich weiter vergrößern.