Hannovers Hauptbahnhof droht im Kapazitäts-Chaos zu versinken – wer blockiert die Rettung?
Gerdi BaumHannovers Hauptbahnhof droht im Kapazitäts-Chaos zu versinken – wer blockiert die Rettung?
Hannovers Hauptbahnhof bleibt ein kritischer Flaschenhals für den Schienenverkehr in Norddeutschland. Der Knotenpunkt bedient täglich mehr als 260.000 Fahrgäste sowie rund 750 Fern- und Regionalzüge. Pläne zur Entlastung des Bahnhofs stecken nun jedoch wegen finanzieller Engpässe fest.
Die Allianz pro Schiene, eine Interessenvertretung für den Schienenverkehr, hat die Bundesregierung scharf kritisiert, weil sie keine Mittel für dringend notwendige Modernisierungen bereitstellt. Der Geschäftsführer der Allianz, Dirk Flege, bezeichnete das Vorgehen der Regierung als „unlogisch“. Bei den jüngsten Gesprächen zwischen der Bundesregierung und der DB InfraGO sei kein einziges Bahnprojekt – einschließlich des Ausbaus in Hannover – vorangekommen.
Die Bundestagsabgeordnete Swantje Michaelsen (Hannover) verwies auf die fehlenden Mittel für zwei zusätzliche Gleise und einen neuen Bahnsteig. Sie sprach von einem „Skandal“ und betonte, dass die Extra-Gleise dringend benötigt würden, um die Überlastung zu verringern. Auch ein Verkehrsexperte der Grünen warf der Regierung vor, die Ausbaupläne für den Bahnhof zu verzögern.
Trotz des Rückschlags drängt das Bundesverkehrsministerium in den aktuellen Haushaltsverhandlungen weiter auf höhere Investitionen in neue und bestehende Schienenprojekte.
Die ausbleibende Finanzierung hat den Ausbau des Hannoverschen Hauptbahnhofs in der Schwebe gelassen. Ohne die zusätzlichen Gleise und den neuen Bahnsteig wird der Bahnhof weiterhin mit dem hohen Fahrgast- und Zugaufkommen kämpfen. Die anstehenden Haushaltsverhandlungen werden zeigen, ob das Projekt doch noch vorankommt.






