03 January 2026, 08:37

Harz: Immer mehr Wanderer geraten durch Leichtsinn in lebensgefährliche Lagen

Ein Soldat steht in der Mitte des Bildes mit einem Berg von Kursen hinter ihm, symbolisierend sein angesammeltes Wissen und seine Unbesiegbarkeit.

Immer mehr unterschätzen die Berge in Niedersachsen - Harz: Immer mehr Wanderer geraten durch Leichtsinn in lebensgefährliche Lagen

Immer mehr Menschen geraten im Harz durch mangelnde Vorbereitung und Selbstüberschätzung in Gefahr

Der Bergrettungsdienst Sankt Andreasberg verzeichnet einen Anstieg an Einsätzen – besonders im Sommer. Viele Zwischenfälle gehen auf Bergsteiger und Wanderer zurück, die die Risiken von Outdoor-Aktivitäten unterschätzen.

Allein im vergangenen Jahr musste das Rettungsteam hunderte Notfälle im gesamten Harz bewältigen. Zwar gingen die Zahlen aufgrund des milden Winters leicht zurück, doch in zwei Fällen war eine Wiederbelebung notwendig, nachdem sich Personen über ihre Grenzen hinaus belastet hatten. Unzureichende Ausrüstung und plötzliche Wetterumschwünge verschärfen die Situationen oft und überraschen die Betroffenen unvorbereitet.

Ein besorgniserregender Trend: Immer mehr Kletterer trainieren zwar in Indoor-Kletterhallen, sammeln aber kaum Erfahrung im freien Gelände. Dieses falsche Sicherheitsgefühl kann in den Bergen zu riskanten Entscheidungen führen. Auch in Mountainbike-Parks häufen sich im Sommer die Einsätze, und das Team unterstützte zudem die Feuerwehr bei einem Waldbrand in der Nähe von Goslar.

Um sicher unterwegs zu sein, rät der Bergrettungsdienst zu gründlicher Planung vor jeder Tour. Zur Grundausrüstung gehören wetterfeste Kleidung, eine Taschenlampe, eine Powerbank für das Handy und ausreichend Zeitpuffer, um vor Einbruch der Dunkelheit in Sicherheit zu sein. Das vorherige Herunterladen von Routen und das Beachten von Wegemarkierungen helfen zudem, sich nicht zu verlaufen.

Der Bergrettungsdienst Sankt Andreasberg bleibt weiter im Einsatz – oft wegen unzureichender Vorbereitung oder Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Mit der richtigen Ausrüstung und sorgfältiger Planung können Wanderer und Bergsteiger Risiken jedoch deutlich verringern. Das Team appelliert an alle, die Sicherheit im Gebirge ernst zu nehmen, bevor es losgeht.