11 February 2026, 21:21

Heidekreis setzt auf neue Notfalltransporte – doch Kritik an Einsatzzeiten bleibt

Ein Rettungswagen steht am Straßenrand geparkt, umgeben von anderen Fahrzeugen, mit Bäumen, Gebäuden, Texttafeln und Klimaanlagen im Hintergrund.

Heidekreis setzt auf neue Notfalltransporte – doch Kritik an Einsatzzeiten bleibt

Landkreis Heidekreis erweitert Notfalltransporte – trotz Kritik an Einsatzzeiten

Der Landkreis Heidekreis verstärkt seine Notfalltransportdienste mit neuen Patiententransportfahrzeugen, trotz anhaltender Bedenken bezüglich der Einsatzzeiten. Die lokalen Behörden haben drei zusätzliche Notfallkrankentransportwagen (NKTW) genehmigt, jedoch wurde bisher keine Ausschreibung dafür veröffentlicht. Kritiker bemängeln, dass die Maßnahmen unzureichend sind – insbesondere im nördlichen Kreisgebiet, wo keine zusätzlichen Rettungswagen stationiert werden sollen.

In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Notfallpatienten im Heidekreis um etwa 12 Prozent. Obwohl dieser Anstieg unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 18 Prozent liegt – in städtischen Regionen wie Hannover wurden sogar Zuwächse von bis zu 25 Prozent verzeichnet –, verfehlt der Landkreis weiterhin das Landesziel, in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten vor Ort zu sein.

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Um die Verzögerungen zu verkürzen, setzen die Verantwortlichen auf Maßnahmen wie eine First-Responder-App, optimierte Notrufabläufe und eine bedarfsgerechte Einsatzsteuerung. Bereits eingeführt wurden drei verlängerte Rettungswachen sowie ein nächtlicher Patiententransport in Soltau. Die ersten neuen NKTWs, die jeweils im 12-Stunden-Schichtbetrieb eingesetzt werden sollen, werden frühestens in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Unterdessen fordern Orthopäden und Unfallchirurgen strenge Regelungen: Sie schlagen eine verpflichtende Vorab-Bewertung von Patienten sowie Gebühren für unangemeldete Notaufnahmebesuche vor. Die Behörden halten ihren aktuellen Plan jedoch für ausreichend – auch wenn Kritiker im Norden des Kreises weitere Rettungswagen fordern.

Bis die vollständigen Auswirkungen der Änderungen sichtbar werden, könnten noch 12 bis 18 Monate vergehen.

Der Heidekreis setzt trotz verfehlter Einsatzzeitziele lieber auf NKTWs als auf zusätzliche Rettungswagen. Die neuen Fahrzeuge und digitalen Lösungen sollen die Belastung der Notfalldienste verringern. Die Verantwortlichen betonen, dass das überarbeitete System den Bedarf decken werde – doch einige Mediziner und Anwohner bleiben skeptisch.