Helmstedt gedenkt mit zwei neuen Stolpersteinen an Berta und Eilhard Henschel
Alex TintzmannHelmstedt gedenkt mit zwei neuen Stolpersteinen an Berta und Eilhard Henschel
Am 10. November werden in Helmstedt zwei neue Stolpersteine für Berta und Eilhard Henschel verlegt. Die kleinen Messingtafeln, die in das Pflaster eingelassen werden, markieren die ehemaligen Wohnorte von NS-Opfern. Mit dieser neuesten Verlegung setzt die Stadt ihre seit 2011 andauernden Gedenkinitiativen fort.
Die Feierlichkeit beginnt um 12:30 Uhr in der Henkestraße vor den Häusern 8–9. Während der Veranstaltung wird es Verkehrsbehinderungen geben, allerdings bleibt eine Fahrspur für den Durchgangsverkehr frei. Organisiert wird das Projekt von der lokalen Stolpersteine-Initiative unter der Leitung von Susanne Weihmann, unterstützt von zwei Schulklassen.
Seit 2011 wurden in Helmstedt bereits 20 solcher Steine verlegt, die jeweils an Menschen erinnern, die unter der NS-Herrschaft verfolgt wurden. Die letzte Ergänzung erfolgte am 4. März 2024, als für die Familie Lippmann/Rosemann vor dem Haus Neumärker Straße 38 Gedenktafeln gesetzt wurden. Vor den diesjährigen Verlegungen gab es keine Aufzeichnungen über frühere Stolpersteine oder geehrte Personen in Helmstedt. Die Namen von Berta und Eilhard Henschel werden nun Teil des wachsenden Gedenknetzes in der Stadt. Ihre Steine dienen als dauerhafte Mahnmale für ihr Leben und das Unrecht, das ihnen widerfahren ist.
Die Veranstaltung am 10. November erweitert Helmstedts Sammlung auf insgesamt 22 Stolpersteine. Jede Tafel stellt sicher, dass die Geschichten von Berta und Eilhard Henschel – wie die ihrer Vorgänger – in den Straßen sichtbar bleiben, in denen sie einst lebten. Die Initiative, getragen von Schulen und lokalen Organisatoren, bewahrt das historische Gedächtnis für kommende Generationen.