Helmstedt verabschiedet sich von BIWAPP – Warum WhatsApp jetzt die Warnungen übernimmt
Herbert RennerHelmstedt verabschiedet sich von BIWAPP – Warum WhatsApp jetzt die Warnungen übernimmt
Landkreis Helmstedt stellt BIWAPP-Notfallapp für offizielle Meldungen ein
Der Landkreis Helmstedt hat beschlossen, die Warn-App BIWAPP nicht mehr für amtliche Mitteilungen zu nutzen. Der Schritt folgt auf einen Rückgang der Nutzung sowohl durch Behörden als auch durch die Bevölkerung. Zwar verliert die App ihre Funktion als primäres Kommunikationsmittel, doch andere Kanäle übernehmen diese Aufgabe.
Als Hauptgrund für das Auslaufen von BIWAPP nannte die Verwaltung die geringe Akzeptanz. Trotz ihres eigentlichen Zwecks – der Verbreitung dringender Informationen wie etwa aktueller Schulschließungen – fand die Anwendung kaum Verbreitung. Zudem verwiesen die Verantwortlichen auf die hohen jährlichen Kosten im vierstelligen Bereich, während es mit Diensten wie WhatsApp kostenlose Alternativen gibt.
Künftig werden wichtige Meldungen über mehrere Plattformen verbreitet. Der WhatsApp-Kanal des Landkreises, die offizielle Website sowie lokale Medien sorgen für eine breite Streuung der Informationen. Schulen erhalten weiterhin direkte Benachrichtigungen als Erste, um Details schnell über ihre eigenen Systeme an Schüler weiterzugeben.
Bei großflächigen Notfällen oder Katastrophen bleibt das landesweite Warnsystem des Freistaats aktiv. Apps wie NINA und Katwarn bleiben neben BIWAPP weiterhin nutzbar, da diese weiterhin Teil des übergeordneten Landesnetzwerks sind.
Die Umstellung bedeutet, dass sich der Landkreis Helmstedt für alltägliche Mitteilungen stärker auf kostenlose und weitverbreitete Plattformen stützt. Zwar dient BIWAPP nicht mehr als Hauptkanal, steht aber weiterhin für landesweite Notfälle zur Verfügung. Bürger sollten für Routineinformationen künftig die Website des Landkreises, WhatsApp oder lokale Nachrichten verfolgen.






