15 April 2026, 18:33

Hitzige Bundestagsdebatte: Wie Deutschland die wachsende Gewalt an Schulen stoppen will

Plakat mit der Überschrift "Kinderaertbst ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir der Industrie gestatten, das Land zu fesseln" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Hitzige Bundestagsdebatte: Wie Deutschland die wachsende Gewalt an Schulen stoppen will

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen entbrannt. Auslöser war ein Antrag der rechtspopulistischen AfD, die mit zwei Vorstößen eine strengere Erfassung von Vorfällen sowie Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe fordert. Während Abgeordnete anderer Parteien das Problem grundsätzlich anerkannten, gab es heftigen Streit über Ursachen und Lösungsansätze.

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Die AfD verwies in ihren Anträgen auf Fälle von Messerbedrohungen, körperlichen Übergriffen und religiöser Nötigung im Klassenzimmer. Die stellvertretende Vorsitzende Beatrix von Storch warf der SPD-Chefin Saskia Esken vor, den Zusammenhang zwischen Migration und Schulgewalt zu ignorieren. Esken, die dem Bildungsausschuss vorsteht, wies jede solche Verknüpfung zurück und machte stattdessen einen Mangel an Konfliktlösungstrainings für die Eskalation verantwortlich.

Vertreter von Union, Grünen und Linken stimmten zwar zu, dass die Gewalt zunehme, kritisierten die AfD jedoch für eine vereinfachende Darstellung des Problems. Polizeiliche Statistiken belegen einen deutlichen Anstieg gemeldeter Vorfälle in allen Bundesländern. Zudem ist fast jeder fünfte Schüler von Cybermobbing betroffen – was die Sorgen weiter verschärft.

Nach stundenlanger Debatte wurden die AfD-Anträge zur weiteren Prüfung in die Fachausschüsse überwiesen. Esken betonte erneut, dass Schulen mehr Mittel für Mediationstrainings bräuchten – "und keine spaltenden politischen Grabenkämpfe". Der Bundestag wird die Vorschläge der AfD nun detailliert prüfen. Unterdessen melden Schulen weiter steigende Zahlen körperlicher und digitaler Übergriffe. Behörden und Politiker fordern praktikable Lösungen statt ideologischer Schulzuweisungen.

Quelle