Höhere Tabakpreise helfen beim Rauchstopp – doch wohin mit den Steuermilliarden?
Alex TintzmannHöhere Tabakpreise helfen beim Rauchstopp – doch wohin mit den Steuermilliarden?
Steigende Tabakpreise bringen mehr Raucher dazu, aufzuhören, und halten junge Menschen davon ab, damit anzufangen. Nun diskutieren Fachleute, wie die zusätzlichen Steuereinnahmen aus diesen Preiserhöhungen am besten eingesetzt werden sollten. Einige plädieren dafür, die Mittel in öffentliche Gesundheitsinitiativen zu investieren.
Simone Borchardt schlägt vor, die Tabaksteuereinnahmen in einen Gesundheitsfonds umzuleiten. Sie argumentiert, dass das Verursacherprinzip auch auf Tabak- und Nikotinprodukte angewendet werden sollte. Auf diese Weise würden die Hersteller einen Teil der Kosten für rauchbedingte Erkrankungen tragen.
Christos Pantazis befürwortet höhere Preise als Schutzmaßnahme, um junge Menschen vor einer Sucht zu bewahren. Sein Fokus liegt darauf, die Raucherquoten zu senken und Krebs vorzubeugen. Seiner Meinung nach wirken die aktuellen Preiserhöhungen bereits abschreckend auf potenzielle Neuraucher.
Der Ökonom Klaus Streeck bezeichnet eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer als möglichen Erfolg für die öffentliche Gesundheit. Er verweist auf Studien, die belegen, dass höhere Kosten Rauchern beim Aufhören helfen. Die Debatte dreht sich nun darum, ob diese Gelder direkt in das Gesundheitswesen oder in andere öffentliche Dienstleistungen fließen sollten.
Die Preiserhöhungen zeigen bereits Wirkung – insbesondere bei jüngeren Menschen geht der Tabakkonsum zurück. Werden die Steuereinnahmen in Gesundheitsprogramme reinvestiert, könnte der Effekt noch stärker ausfallen. Der nächste Schritt hängt davon ab, wie die Politik diese Mittel verteilt.






