07 March 2026, 14:28

Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg feiert seinen 101. Geburtstag als Mahner gegen das Vergessen

Ein Steinplatten auf einer Wand mit eingravierten Text, umgeben von Pflanzen unten, wahrscheinlich ein Holocaust-Mahnmal.

Glückwunsch zum 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg - Holocaust-Überlebender Albrecht Weinberg feiert seinen 101. Geburtstag als Mahner gegen das Vergessen

Albrecht Weinberg, Überlebender des Holocaust und lebenslanger Kämpfer gegen Antisemitismus, hat seinen 101. Geburtstag gefeiert. Die Landesregierung von Niedersachsen übermittelte ihre Glückwünsche und würdigte damit sein jahrzehntelanges Engagement in der Aufklärungsarbeit über die NS-Zeit.

Weinberg überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen. Seine Familie wurde während des Holocaust fast vollständig von den Nationalsozialisten ermordet.

Der in Ostfriesland geborene Weinberg erlitt Verfolgung und Haft, bevor er sein Leben dem Bewahren der Erinnerung an den Holocaust widmete. Nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt im Jahr 2012 begann er, Schulen zu besuchen, um mit Schülerinnen und Schülern über seine Erlebnisse zu sprechen.

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Seit Jahren teilt er seine Geschichte mit jungen Menschen und betont dabei die Bedeutung des Erinnerns. Sein Einsatz geht über Bildungsarbeit hinaus – er engagiert sich aktiv gegen rechtsextreme Strömungen in Deutschland. Im vergangenen Jahr gab er aus Protest gegen den wachsenden Einfluss rechtsextremer Gruppen sein Bundesverdienstkreuz zurück.

Olaf Lies, der Ministerpräsident von Niedersachsen, hob Weinbergs Rolle bei der Verteidigung der Demokratie und der Bewahrung der Erinnerung an die Geschichte hervor. Zwar sind die genauen Zahlen unklar, doch setzen auch andere Überlebende wie Eva Weyl und Leon Weintraub ihre Arbeit fort. Weyl sprach kürzlich an einer Schule in Neukirchen-Vluyn, während Weintraub 2026 für seine Antirassismus-Kampagnen mit dem Göttinger Friedenspreis ausgezeichnet wurde.

Weinbergs 101. Geburtstag markiert einen Meilenstein für einen Mann, der Jahrzehnte lang gegen Hass und Unwissenheit gekämpft hat. Durch seine Arbeit an Schulen und sein öffentliches Engagement sorgt er dafür, dass die Lehren aus dem Holocaust im kollektiven Gedächtnis Deutschlands verankert bleiben. Die Anerkennung durch die Landesregierung unterstreicht seinen nachhaltigen Einfluss auf Bildung und Demokratie.

Quelle