Hubertz plant radikale Kürzung der Wohnungsbauhilfen um zwei Milliarden Euro
Herbert RennerHubertz plant radikale Kürzung der Wohnungsbauhilfen um zwei Milliarden Euro
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat ein neues Gesetz vorgeschlagen, das die Wohnungsbauhilfen um zwei Milliarden Euro kürzen soll. Der Entwurf mit dem Titel „Gesetz zur Vereinfachung und Modernisierung des Wohngeldrechts“ zielt darauf ab, die belastete Haushaltslage der Regierung zu entlasten. Nun wird er vor einer Kabinettsentscheidung geprüft.
Die geplanten Kürzungen würden die Einsparungen gleichmäßig zwischen Bund und Ländern aufteilen. Die Bundesregierung strebt dabei eine Milliarde Euro an, die Länder sollen eine weitere Milliarde beisteuern. Damit verblieben von den bisher jährlich fünf Milliarden Euro für Wohngeld noch rund drei Milliarden.
Laut dem Plan würde etwa ein Drittel der Haushalte, die derzeit Unterstützung erhalten, die Anspruchsberechtigung verlieren. Alle aktuellen Empfänger wären betroffen, doch bereits getroffene Bewilligungsbescheide blieben bis zu ihrem Ablauf gültig. Hubertz räumte ein, dass die Maßnahmen für die Betroffenen und für ihre Partei, die SPD, schwierig seien.
Die Kürzungen erfolgen vor dem Hintergrund einer angespannten Finanzlage der Regierung, die durch multiple Krisen, schwaches Wirtschaftswachstum und einen Reformstau belastet wird. Der Gesetzentwurf stellt einen wichtigen Schritt dar, um diese haushaltspolitischen Herausforderungen zu bewältigen.
Der Entwurf wird nun in die Ressortabstimmung gehen, bevor eine endgültige Entscheidung fällt. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es die Anspruchsvoraussetzungen und Ausgaben für Wohngeld grundlegend reformieren. Die Regierung rechnet damit, dass die Änderungen in Kraft treten, sobald die aktuellen Bewilligungszeiträume auslaufen.






