Hubertz plant staatlichen Wohnungsbaukonzern gegen Wohnungsmangel in Deutschland
Gerdi BaumHubertz plant staatlichen Wohnungsbaukonzern gegen Wohnungsmangel in Deutschland
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat Pläne für einen neuen staatlichen Wohnungsbaukonzern in Deutschland vorgestellt. Mit dem Vorhaben soll der Wohnungsmangel im Land durch beschleunigten Bau von Wohnraum bekämpft werden. Hubertz bezeichnete die Initiative als möglichen "Game-Changer" bei der Bewältigung der Krise.
Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung betonte Hubertz den Bedarf an Wohnlösungen für das gesamte Land. "Wir brauchen Wohnraum für das ganze Land", sagte sie. "Deshalb setzen wir uns für eine bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft ein." Das aktuelle System, das von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet wird, richtet sich vor allem an Bundesbedienstete. Hubertz argumentierte, dass nun umfassendere Maßnahmen notwendig seien.
Die Ministerin räumte auch Kritik ein, wonach die SPD in der Vergangenheit als "Reformbremser" wahrgenommen worden sei. Sie unterstrich die Dringlichkeit, mit politischen Veränderungen voranzukommen, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Bei einer separaten Veranstaltung der Bertelsmann Stiftung unterstützte Finanzminister Lars Klingbeil den Vorstoß für einen groß angelegten öffentlichen Wohnungsbau.
Hubertz verband die Reformen mit dem SPD-Versprechen des sozialen Aufstiegs und erklärte, dass harte Arbeit zu einer gesicherten Zukunft führen solle. "Die Menschen müssen wissen: Wer hart arbeitet, soll sich ein gutes Leben leisten können – ein eigenes Zuhause", sagte sie. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Gründung einer bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft eine Grundgesetzänderung erfordern würde.
Die Diskussionen über die Reformen werden im Laufe des Sommers fortgesetzt, wobei erwartet wird, dass die Änderungen über den Wohnungssektor hinausreichen.
Der geplante Bundeswohnungsbaukonzern stellt einen bedeutenden Schritt in Deutschlands Bemühungen dar, die Wohnungsnot zu lindern. Sollten die Grundgesetzänderung und die neuen Politiken beschlossen werden, könnten sie den Wohnungsbau im ganzen Land neu gestalten. Die Gespräche über die weiteren Reformen sollen in den kommenden Monaten fortgeführt werden.






