IKEA setzt auf kleinere Läden – und revolutioniert damit sein Geschäftsmodell
Alex TintzmannIKEA setzt auf kleinere Läden – und revolutioniert damit sein Geschäftsmodell
IKEA ändert seine Verkaufsstrategie und setzt künftig auf kleinere Läden. Der Schritt folgt rückläufigen Umsätzen und wachsendem Wettbewerb durch Online-Händler wie Temu. Das Unternehmen plant, zunächst 20 kompakte Filialen weltweit zu eröffnen – weitere sollen folgen.
Der erste Laden im neuen, kleineren Format hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet. Weitere Standorte sollen in ganz Deutschland und darüber hinaus entstehen. Die neuen Filialen umfassen etwa 2.950 Quadratmeter und sind damit deutlich kleiner als die klassischen Möbelhäuser mit rund 35.000 Quadratmetern.
Die kleineren Läden dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren. Kunden finden dort rund 2.650 Produkte, die sie direkt mitnehmen können, sowie 1.000 Ausstellungsstücke, die bestellbar sind. Ein größerer Anteil der Käufe wird online getätigt – ein Zeichen für sich wandelnde Einkaufsgewohnheiten.
Allein in Deutschland erzielt IKEA mit Online-Verkäufen bereits fast 1,5 Milliarden Euro, was einem Viertel des Gesamtumsatzes entspricht. Die neue Strategie ermöglicht es dem Unternehmen, auch Märkte zu erschließen, in denen große Filialen nicht praktikabel sind. Gleichzeitig passt sie sich damit einem schwächelnden Möbelmarkt und veränderten Kundenbedürfnissen an.
Künftig wird IKEA bei seiner Expansion vor allem auf die kleineren Läden setzen. Die kompakten Standorte verbinden das Einkaufserlebnis vor Ort mit Online-Bestellungen. Ziel ist es, die Erreichbarkeit zu verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von riesigen Verkaufsflächen zu verringern.
