Immer mehr Frauen entdecken die Leidenschaft fürs Angeln – und brechen Klischees
Herbert RennerImmer mehr Frauen entdecken das Angeln für sich - Immer mehr Frauen entdecken die Leidenschaft fürs Angeln – und brechen Klischees
Angeln in Deutschland ist längst keine Männerdomäne mehr. Immer mehr Frauen greifen zur Rute, besuchen Kurse und teilen ihre Leidenschaft online. Barbara Kijewski, eine bekannte Angel-Expertin, erlebt diesen Wandel hautnah – sowohl in ihrer Community als auch durch ihren eigenen wachsenden Einfluss.
Vor fast 30 Jahren warf Kijewski zum ersten Mal ihre Angel aus, nachdem sie in einem Berliner See einen Barsch gefangen hatte. Damals stieß sie auf Skepsis bei Gleichgesinnten, die der Meinung waren, "Mädchen gehören nicht ans Wasser". Trotz der anfänglichen Ablehnung ließ sie sich nicht entmutigen und zählt heute über 70.000 Follower auf Instagram – auf allen sozialen Kanälen zusammen sind es sogar Hunderttausende.
Ihr Werdegang spiegelt einen gesamtgesellschaftlichen Trend wider. Der Deutsche Angelfischerverband verzeichnet eine steigende Zahl von Frauen in Vorbereitungskursen. Messen wie die Aqua-Fisch in Friedrichshafen melden mehr weibliche Besucherinnen, und in diesem Jahr wird Kijewski dort als Rednerin auftreten. Branchenverbände bestätigen die wachsende Beteiligung von Frauen, auch wenn es keine genauen Zahlen zu Angelschein-Trends gibt.
Online-Communities treiben die Entwicklung zusätzlich voran. Gruppen wie "Frauen mit Biss, gehen Angeln" oder "Girlsfishing Germany" bieten Plattformen, auf denen sich Anglerinnen austauschen, Tipps geben und gegenseitig bestärken. Kijewski beobachtet, dass sich viele Frauen mittlerweile ganz selbstverständlich für Angelausrüstung, Techniken und den Sport selbst begeistern.
Der Aufstieg der Frauen im Angelsport zeigt sich in Kursen, Messen und sozialen Medien. Influencerinnen wie Kijewski motivieren andere, das Hobby für sich zu entdecken. Zwar fehlen offizielle Daten zu Angelschein-Inhaberinnen, doch die wachsende Zahl weiblicher Anglerinnen deutet auf einen nachhaltigen Kulturwandel in dieser Freizeitbeschäftigung hin.






