09 June 2026, 00:31

Industrie in Deutschland bricht stärker ein als befürchtet – Krise verschärft sich

Deutschlands Industrieaufträge brechen doppelt so stark ein wie erwartet

Industrie in Deutschland bricht stärker ein als befürchtet – Krise verschärft sich

Deutschlands Industrie erlebt erneuten schweren Einbruch – Aufträge brechen stärker als erwartet ein

Die deutsche Industrie steckt weiter in der Krise: Im April gingen die Bestellungen deutlich stärker zurück als prognostiziert. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der das Land mit stagnierendem Wachstum, steigenden Energiepreisen und anhaltenden Lieferkettenstörungen zu kämpfen hat.

Wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht, sank der Auftragseingang im April im Vergleich zum Vormonat um 3,8 Prozent – deutlich mehr als von Ökonomen erwartet, die lediglich mit einem Rückgang von 2 Prozent gerechnet hatten. Haupttreiber des Einbruchs war ein Minus von 4,2 Prozent bei Auslandsaufträgen, wobei die Nachfrage aus dem Euroraum sogar um 11,1 Prozent einbrach.

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Auch die Inlandsbestellungen schwächten sich ab und gingen im selben Zeitraum um 2,9 Prozent zurück. Besonders betroffen ist die Automobilbranche, ein zentraler Wirtschaftszweig Deutschlands: Hier schrumpfte das Neugeschäft um 5,3 Prozent.

Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt düster. Seit 2019 verzeichnet Deutschland kein Wachstum mehr, und in diesem Zeitraum gingen rund 300.000 Industriearbeitsplätze verloren. Die anhaltenden Spannungen mit Iran verschärfen die Situation zusätzlich, treiben die Energiepreise in die Höhe und vertiefen die Versorgungsengpässe.

Udo Dinglreiter, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, beschrieb die Stimmung in den Unternehmen als „katastrophal“. Analysten warnen nun, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal erneut schrumpfen könnte – und damit die Phase der Stagnation verlängert.

Die jüngsten Daten bestätigen einen drastischen Rückgang der Industrieaktivität, bei dem sowohl die inländische als auch die ausländische Nachfrage nachlassen. Angesichts hoher Energiepreise und weiterhin angespannter Lieferketten bleibt die wirtschaftliche Perspektive Deutschlands für die kommenden Monate ungewiss.

Quelle