22 May 2026, 22:41

Italos Ultimatum: Ohne Schienenreform keine Expansion in Deutschland

Italo fordert neue Regeln für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland

Italos Ultimatum: Ohne Schienenreform keine Expansion in Deutschland

Italo drängt auf Reformen des deutschen Schienenmarkts

Der italienische Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo setzt sich für weitreichende Reformen auf dem deutschen Schienenmarkt ein. Das Unternehmen kündigte kürzlich Pläne an, in Deutschland zu expandieren, besteht jedoch auf klarere Regeln, bevor es konkrete Schritte unternimmt. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie Gleiskapazitäten an neue Wettbewerber wie Italo selbst vergeben werden.

Der Streit eskaliert, während Italo bis Juni einen endgültigen Vertrag mit Siemens über neue Züge unterzeichnen will. Dieser Termin ist entscheidend, um die Produktionspläne für die deutsche Expansion einzuhalten. Ohne eine Einigung riskiert das Unternehmen Verzögerungen bei der Aufnahme des Betriebs.

Italos CEO, Luca Cordero di Montezemolo, fordert bis Ende Mai dringend Klarheit bei der Verteilung der Schienennetzkapazitäten. Das Unternehmen verlange keine Sonderbehandlung, sondern ein Mindestmaß an Investitionssicherheit. Konkret verlangt Italo einen garantierten Anteil der Kapazitäten, der für neue Anbieter reserviert wird – statt nur die Reste zu erhalten, die nach der Fahrplanung der Deutschen Bahn übrig bleiben.

Aktuell läuft beim Bundesnetzagentur eine öffentliche Anhörung, an der neben Italo auch die Deutsche Bahn und Flixtrain beteiligt sind. Italo argumentiert, dass neue Betreiber ebenfalls fairen Zugang zu Serviceeinrichtungen und kommerziellen Flächen in Bahnhöfen erhalten sollten. Das Unternehmen setzt sich für langfristige Rahmenvereinbarungen ein, um stabile, regelmäßige Verbindungen zu gewährleisten – und nicht nur unregelmäßige Zeitfenster.

Kern von Italos Vorschlag ist eine Reform der deutschen Regeln zur Gleisvergabe im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die aktuellen Vorschriften etablierte Anbieter begünstigen und es Neulingen erschweren, fair zu konkurrieren.

Falls Italos Forderungen erfüllt werden, wird das Unternehmen seine Expansion in Deutschland vorantreiben. Eine endgültige Entscheidung über den Siemens-Vertrag muss bis Juni fallen, während die Bundesnetzagentur ihre Prüfung fortsetzt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Italo unter eigenen Bedingungen auf den Markt treten kann – oder auf weitere Hindernisse stößt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle