18 March 2026, 01:09

Jungheinrich schließt Lüneburger Werk bis 2027 nach monatelangem Arbeitskampf

Ein detailliertes Bild einer Fabrik mit zahlreichen Rohren, Schornsteinen, Kaminen und Maschinen, begleitet von beschreibendem Text.

Jungheinrich stellt Produktion in Lüneburg ein - Jungheinrich schließt Lüneburger Werk bis 2027 nach monatelangem Arbeitskampf

Jungheinrich einigt sich auf Schließung des Lüneburger Werks bis März 2027

Nach monatelangen Streiks und Verhandlungen mit der Belegschaft hat Jungheinrich eine Vereinbarung zur Schließung seines Produktionsstandorts in Lüneburg bis März 2027 getroffen. Für die 160 betroffenen Mitarbeiter wurden Sozialpläne sowie Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung ausgehandelt.

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Das 1989 mit Investitionen von rund zwölf Millionen D-Mark eröffnete Werk spezialisierte sich auf die Fertigung von Sonderanfertigungen und Kleinserien von Gabelstaplern, darunter schmale Schmalgangstapler und schwere Baureihen. Doch im Rahmen eines globalen Sparprogramms kündigte das Unternehmen 2024 an, rund 1.000 Stellen abzubauen – dabei geriet auch der Standort Lüneburg in den Fokus einer möglichen Schließung.

Im November 2024 traten die Produktionsmitarbeiter in einen unbefristeten Streik, der über 80 Tage andauerte. Im Mittelpunkt des Arbeitskampfs standen der Erhalt von Arbeitsplätzen und die Bedingungen für Abfindungen. Laut der nun getroffenen Einigung wird die Kernproduktion eingestellt, doch 125 Arbeitsplätze in den Bereichen Konstruktion und Verwaltung bleiben am Standort erhalten.

Der Deal, dessen Volumen sich laut Berichten auf mehrere Zehnmillionen Euro beläuft, umfasst Abfindungen für die 160 betroffenen Beschäftigten. Eine Transfergesellschaft soll ihnen zudem bei der Vermittlung neuer Jobs helfen. Jungheinrich, das 2024 bei einem Umsatz von 5,4 Milliarden Euro einen Gewinn von 289 Millionen Euro verbuchte, bezeichnete den Schritt als Teil seiner weltweiten Umstrukturierungsmaßnahmen.

Die Produktion in Lüneburg wird bis März 2027 vollständig eingestellt, während Konstruktion und Verwaltung vor Ort verbleiben. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten Abfindungen und Unterstützung bei der Stellenvermittlung. Die Werksschließung ist Teil der anhaltenden Kostensenkungsstrategie des Unternehmens in seinen globalen Geschäften.

AKTUALISIERUNG

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Neue Entwicklungen im Fall der Schließung des Lüneburger Werks. Wichtige Updates sind:

  • Eine Gerichtsverhandlung über eine Arbeitsplatzblockade wurde am 15. Januar abgesagt und stoppte damit den Versuch des Arbeitgebers, eine einstweilige Verfügung zu erlassen.
  • Verhandlungen über Abfindungen für 160 betroffene Mitarbeiter werden nächste Woche fortgesetzt, wobei beide Seiten sich zu den Bedingungen bedeckt halten.
  • IG Metall-Vertreter Lennard Aldag bezeichnete die Schließung als strategische Entscheidung und sagte: "Das ist kein Sanierungsfall, sondern der Abbau eines ertragreichen Produktionsstandorts."