08 February 2026, 21:12

Känguru-Chili in Erlanger Mensa löst Geschmacks- und Ethik-Debatte aus

Ein Glas mit geschnittenen Chilistücken, mit einer Flasche im Hintergrund.

Känguru-Fleisch im Universitäts-Café schlägt nicht bei jedem ein - Känguru-Chili in Erlanger Mensa löst Geschmacks- und Ethik-Debatte aus

Känguru-Chili in Uni-Mensa sorgt für Aufsehen

Eine Mensa der Universität Erlangen hat mit einem ungewöhnlichen Gericht für Gesprächsstoff gesorgt: Känguru-Chili. Das in der Mensa am Langemarckplatz angebotene Gericht war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft – alle 400 Portionen fanden neugierige Abnehmer. Was als einfache Speisekarten-Entscheidung begann, entwickelte sich schnell zu einer hitzigen Online-Debatte über Geschmack und Ethik von Kängurufleisch.

Auslöser der Diskussion war ein Reddit-Nutzer, der ein Foto des Mensa-Speiseplans postete. Das Bild verbreitete sich rasant im Netz und löste gemischte Reaktionen aus. Einige lobten den Geschmack des Fleisches als mager und wildartig, andere bezeichneten es als unappetitlich oder gar ekelerregend.

Die Universität bestätigte später, dass es sich tatsächlich um Kängurufleisch handelte, serviert mit Basmatireis. Selbst der Autor Marc-Uwe Kling, bekannt durch seine "Känguru-Chroniken"-Reihe, mischte sich in die Debatte ein. Seine Bücher, in denen ein sprechendes Känguru die Hauptrolle spielt, gaben der Diskussion eine humorvolle Note.

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Trotz der Kontroverse überwiegt das positive Feedback: Viele Studierende und Mitarbeiter probierten das Gericht aus reiner Neugier – der schnelle Ausverkauf spricht für großes Interesse. Kängurufleisch bleibt in Deutschland jedoch eine Seltenheit und gilt eher als exotische Wahl denn als Alltagsgericht. Aspekte wie Nachhaltigkeit – die Känguru-Zucht hat einen geringeren CO₂-Fußabdruck als die Rindfleischproduktion – und ethische Bedenken prägen seine begrenzte Akzeptanz. Vorerst bleibt es eine Nischenoption, die sich gegen pflanzliche Alternativen und andere Proteinquellen behaupten muss.

Das Experiment mit dem Känguru-Chili war ein voller Erfolg: Innerhalb weniger Stunden war alles verkauft. Die Online-Diskussion zeigte sowohl Neugier als auch Skepsis gegenüber diesem ungewöhnlichen Fleisch. Zwar ist es noch lange kein Mainstream-Produkt, doch der Erfolg des Gerichts deutet darauf hin, dass deutsche Esser zunehmend offen für neue, nachhaltige Proteinquellen sind.