19 February 2026, 09:23

Karneval in Ramsloh: Feiern mit Schattenseiten und Polizeieinsätzen

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße in einer Parade marschieren, einige mit Mützen und Schirmen, andere tanzend, mit einem Banner, Verkehrskegeln, Fahrzeugen, Laternenmasten, Schildern, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Karneval in Ramsloh: Feiern mit Schattenseiten und Polizeieinsätzen

Jährlicher Karnevalsumzug in Ramsloh: Meist friedlich, aber mit Polizeieinsätzen

Der traditionelle Karnevalsumzug in Ramsloh verlief größtenteils ruhig, doch die Polizei musste bei mehreren Vorfällen eingreifen – darunter hetzerische Parolen und gewalttätige Auseinandersetzungen. Die Behörden erließen Platzverweise, um die Ordnung während der Feierlichkeiten aufrechtzuerhalten.

Der Umzug begann ohne größere Störungen, allerdings registrierten Beamte übermäßigen Alkoholkonsum auf einigen Wagen. Drei Männer sollen den Spruch "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" gesungen haben – eine Parole mit Bezug zur rechtsextremen Szene. Gegen sie wurde inzwischen Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet.

Ein Teilnehmer wurde bereits vor Beginn des Umzugs abgewiesen, nachdem sein Wagen das zulässige Gewicht um 2,5 Tonnen überschritten hatte. Im Verlauf der Veranstaltung verhängte die Polizei zehn Platzverweise, um weitere Störungen zu verhindern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei der anschließenden After-Show-Party kam es zu zwei getrennten Handgreiflichkeiten. In einem Fall wurde ein Beamter gewaltsam festgehalten und erlitt leichte Verletzungen. Bei einem anderen Vorfall zog sich ein zweiter Polizist eine so schwere Daumenverletzung zu, dass er ärztlich im Krankenhaus versorgt werden musste.

Der Karneval in Ramsloh bot somit eine Mischung aus ausgelassener Stimmung und Polizeieinsätzen. Die Vorwürfe wegen hetzerischer Äußerungen sowie die Verletzungen von Beamten werden nun geprüft. Bisher liegen keine öffentlichen Unterlagen vor, die eine Anklage wegen Volksverhetzung im Zusammenhang mit der Veranstaltung bestätigen.