Karneval in Ramsloh: Feiern mit Schattenseiten und Polizeieinsätzen
Alex TintzmannKarneval in Ramsloh: Feiern mit Schattenseiten und Polizeieinsätzen
Jährlicher Karnevalsumzug in Ramsloh: Meist friedlich, aber mit Polizeieinsätzen
Der traditionelle Karnevalsumzug in Ramsloh verlief größtenteils ruhig, doch die Polizei musste bei mehreren Vorfällen eingreifen – darunter hetzerische Parolen und gewalttätige Auseinandersetzungen. Die Behörden erließen Platzverweise, um die Ordnung während der Feierlichkeiten aufrechtzuerhalten.
Der Umzug begann ohne größere Störungen, allerdings registrierten Beamte übermäßigen Alkoholkonsum auf einigen Wagen. Drei Männer sollen den Spruch "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" gesungen haben – eine Parole mit Bezug zur rechtsextremen Szene. Gegen sie wurde inzwischen Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet.
Ein Teilnehmer wurde bereits vor Beginn des Umzugs abgewiesen, nachdem sein Wagen das zulässige Gewicht um 2,5 Tonnen überschritten hatte. Im Verlauf der Veranstaltung verhängte die Polizei zehn Platzverweise, um weitere Störungen zu verhindern.
Bei der anschließenden After-Show-Party kam es zu zwei getrennten Handgreiflichkeiten. In einem Fall wurde ein Beamter gewaltsam festgehalten und erlitt leichte Verletzungen. Bei einem anderen Vorfall zog sich ein zweiter Polizist eine so schwere Daumenverletzung zu, dass er ärztlich im Krankenhaus versorgt werden musste.
Der Karneval in Ramsloh bot somit eine Mischung aus ausgelassener Stimmung und Polizeieinsätzen. Die Vorwürfe wegen hetzerischer Äußerungen sowie die Verletzungen von Beamten werden nun geprüft. Bisher liegen keine öffentlichen Unterlagen vor, die eine Anklage wegen Volksverhetzung im Zusammenhang mit der Veranstaltung bestätigen.






