KI als digitaler Rettungsschwimmer: Therme Erding setzt auf künstliche Intelligenz für mehr Badesicherheit
Catrin KabusKI als digitaler Rettungsschwimmer: Therme Erding setzt auf künstliche Intelligenz für mehr Badesicherheit
Therme Erding führt KI-gestütztes Überwachungssystem zur Erhöhung der Badegastsicherheit ein
Die Therme Erding setzt als eine der ersten Badeeinrichtungen in Deutschland ein KI-basiertes Überwachungssystem ein, um die Sicherheit der Schwimmer zu verbessern. Die von dem israelischen Unternehmen Lynxight entwickelte Technologie überwacht die Becken in Echtzeit und warnt Rettungsschwimmer bei potenziellen Gefahren.
Die Installation begann während der Schließzeit der Therme: Arbeiter verlegten Kabel, montierten Kameras und richteten einen dedizierten Server ein. Das System erfasst Aktivitäten sowohl über als auch unter Wasser, nutzt dabei KI, um ungewöhnliche Bewegungen zu erkennen, und löst bei Bedarf Alarm aus.
Rettungsschwimmer erhalten sofortige Warnmeldungen auf ihren Smartwatches – ein roter Punkt zeigt ihnen die genaue Position verdächtiger Vorfälle an. Die KI soll das Personal unterstützen, nicht ersetzen: Sie entlastet die Mitarbeiter, während geschultes Fachpersonal weiterhin für Notfälle vor Ort bleibt.
Nach der vollständigen Installation folgt eine Trainingsphase unter regulärem Betrieb. Die Stadtwerke Erding, Betreiber der Therme, finanzieren das Projekt mit einem Investitionsvolumen im unteren sechsstelligen Bereich. Die Sole-Therme ist vorerst nicht in die Pilotphase einbezogen.
Anders als Systeme, die anderswo zur Leistungsanalyse eingesetzt werden, konzentriert sich diese KI ausschließlich auf Sicherheit. Sie fungiert als "digitaler Rettungsschwimmer" und soll Unfälle verhindern, bevor sie geschehen.
In den kommenden Tagen wird das System schrittweise eingeführt – Kameras und Smartwatches werden bald ausgeliefert. Die Rettungsschwimmer testen die Wirksamkeit im Live-Betrieb, während die KI kontinuierlich aus Echtzeitdaten lernt. Die Pilotphase wird zeigen, ob die Technologie künftig auch in anderen Becken zum Einsatz kommt.






