Kiel strebt nach Olympischer Rückkehr – Segelwettbewerbe in der Förde geplant
Herbert RennerKiel strebt nach Olympischer Rückkehr – Segelwettbewerbe in der Förde geplant
Kiel prüft Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 – Segelwettbewerbe könnten in der Kieler Förde stattfinden
Die Stadt Kiel erwägt eine Kandidatur für die Austragung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Die Segelwettbewerbe könnten dabei in der Kieler Förde ausgetragen werden. Vor 54 Jahren war Kiel zuletzt Gastgeber der Olympischen Spiele, und das Schilksee-Olympiazentrum bleibt bis heute eine zentrale Sportstätte. Gleichzeitig prüft Hamburg Pläne, Rugby- und Handballturniere sowie Segelwettbewerbe auszurichten.
Das Schilksee-Olympiazentrum wurde seit den Spielen 1972 kontinuierlich modernisiert. Zu den jüngsten Aufwertungen zählen moderne Segelanlagen, neue Trainingszentren und eine verbesserte Barrierefreiheit. Nun ist eine Erweiterung um 50 Millionen Euro geplant, deren Bau 2027 beginnen soll. Das Projekt umfasst umweltfreundliche Steganlagen, digitale Technologien und Unterkünfte für Athlet:innen – alles mit Blick auf künftige Olympische Spiele konzipiert.
Kiels Bewerbung steht in Konkurrenz zu Berlin, das Warnemünde als alternative Segelstätte vorschlägt. Selbst wenn Hamburg, München oder Nordrhein-Westfalen die Nominierung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erhalten, könnte Kiel weiterhin die Regatten ausrichten. Befürworter argumentieren, die Spiele würden die lokale Infrastruktur stärken, während Kritiker vor überhöhten Ausgaben und Kürzungen im Sozialbereich warnen.
Auch Korruptionsvorwürfe und Bedenken hinsichtlich der Transparenz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) beeinflussen die Entscheidung. Die Stadt muss diese Faktoren abwägen, während sie eine mögliche Bewerbung vorbereitet.
Kiels olympische Ambitionen hängen von modernen Sportstätten und politischer Unterstützung ab. Die für 2027 geplante Erweiterung soll nachhaltige, hochtechnisierte Veranstaltungsorte für künftige Großereignisse schaffen. Bei Erfolg könnte die Stadt die Spiele damit erstmals seit über einem halben Jahrhundert wieder ausrichten.






