KitschKrieg revolutioniert deutschen Sound mit globalen Beats und minimalistischer Ästhetik
Alex TintzmannKitschKrieg revolutioniert deutschen Sound mit globalen Beats und minimalistischer Ästhetik
Das deutsche Elektronik-Trio KitschKrieg macht mit seinem einzigartigen Sound und einer spielerischen Auseinandersetzung mit nationaler Identität von sich reden. Ihre Musik verbindet präzise Produktion mit globalen Einflüssen, während ihr Stil schlicht und minimalistisch bleibt.
Die Ästhetik der Gruppe ist scharf und zurückhaltend, oft in Schwarz-Weiß gehalten – sowohl visuell als auch klanglich. Ihre Tracks erinnern an die minimalistischen Beats von Paul Kalkbrenner, wirken dabei aber flach und hochglanzpoliert. Awhodat, das dritte Mitglied des Kollektivs, zeichnet für die auffälligen Fotos und Videos verantwortlich.
KitschKrieg nimmt das Label „Made in Germany“ mit Augenzwinkern und verwandelt das Klischee in etwas Frisches. Sie bedienen sich bei anderen deutschen Acts wie Blümchen oder Kraftwerk, doch ihre Musik speist sich stärker aus jamaikanischen Rhythmen, Nischen-Rap und afrikanischen Club-Sounds. Selbst ihre beiden letzten Alben mit dem Titel „German Engineering“ entstanden in Zusammenarbeit mit Künstlern aus aller Welt.
Ihr Album „Gut Genug“ hat internationales Interesse geweckt – ein Zeichen dafür, wie Streaming Popmusik über Grenzen hinweg trägt. Gleichzeitig fügt Baran Koks deutscher Rap über Rave-Kultur eine weitere Facette zu ihrem Werk hinzu.
KitschKriegs Musik besticht durch handwerkliche Präzision und globale Ausstrahlung. Ihr minimalistischer Ansatz und die interkulturellen Einflüsse verschaffen ihnen eine wachsende Fangemeinde. Die Gruppe definiert neu, was „Made in Germany“ heute bedeuten kann.
