KNDS will Mercedes- und VW-Werke für Militärfahrzeuge übernehmen
Der Rüstungskonzern KNDS plant die Ausweitung seiner Produktionskapazitäten in Deutschland. Das Unternehmen führt Gespräche mit Mercedes-Benz über die Anmietung oder Übernahme des Werks in Ludwigsfelde. Gleichzeitig prüft KNDS im Rahmen eines Investitionsplans in Höhe von einer Milliarde Euro auch den Volkswagen-Standort Osnabrück.
KNDS sucht aktiv nach neuen Produktionsstätten, um die steigende Nachfrage nach Militärfahrzeugen zu decken. Das Unternehmen hatte bereits 2021 das Alstom-Werk in Görlitz übernommen. Nun verhandelt es mit mehreren Firmen, um zusätzliche Flächen zu sichern.
Mercedes-Benz erwägt, Teile seines Werks in Ludwigsfelde an KNDS zu verpachten, um dort Militärfahrzeuge herzustellen. Der Automobilhersteller plant, die Produktion der Sprinter-Transporter bis etwa 2030 von diesem Standort nach Polen zu verlagern. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Werks steht jedoch noch aus.
Unterdessen lotet Volkswagen Optionen für sein Osnabrücker Werk aus, nachdem die Produktion dort 2027 endet. KNDS untersucht, ob der Standort für seine Expansionspläne geeignet wäre. Der Schritt fällt in eine Phase, in der die Bundeswehr in den kommenden Monaten bis zu 3.000 gepanzerte Radfahrzeuge vom Typ Boxer bestellen könnte.
KNDS strebt Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro an, um die Produktionskapazitäten für Panzer und andere Militärfahrzeuge auszubauen. Die Erweiterung soll helfen, wachsende Rüstungsaufträge zu bedienen – darunter mögliche Bestellungen der deutschen Streitkräfte.
Das Unternehmen führt die Gespräche mit Mercedes-Benz und Volkswagen fort, während es seinen Milliarde-Euro-Expansionsplan vorantreibt. Die Pläne von KNDS passen zu den erwarteten steigenden Bestellungen von Militärfahrzeugen durch Deutschland. Eine Entscheidung über die Standorte Ludwigsfelde und Osnabrück steht noch aus.






