17 January 2026, 14:10

Kölns kluger Plan gegen Wohnungsnot: Innenentwicklung statt Flächenfraß

Ein detaillierter Grundrissplan der Universität München in Göttingen, der mehrere Räume mit etikettierten Fenstern, Türen und anderen Merkmalen zeigt.

Kölns kluger Plan gegen Wohnungsnot: Innenentwicklung statt Flächenfraß

Köln bekämpft Wohnungsmangel und demografischen Wandel mit "Innenentwicklung"

Die Stadt Köln setzt auf eine Strategie der "inneren Entwicklung", um den Wohnungsmangel und die alternde Bevölkerung zu bewältigen – ohne dabei neue Flächen auf der grünen Wiese zu versiegeln. Statt landwirtschaftliche Böden zu verbrauchen, sollen bestehende Gebiete besser genutzt und bezahlbarer, altersgerechter Wohnraum geschaffen werden.

Kern der neuen Herangehensweise ist ein "Innenentwicklungskonzept" (IEK), das derzeit unter dem Arbeitstitel "Besser Bauen in der Mitte" erarbeitet wird. Der Plan soll die Nachverdichtung und Umnutzung bestehender Siedlungsflächen steuern. An dem Projekt, das bis Ende 2026 abgeschlossen werden soll, wirken Kommunalverwaltung, Politiker, Wohnungsbaugesellschaften und Architekten mit.

Bereits laufen erste Vorhaben: Das Gelände der ehemaligen Huthamaki-Fabrik, der Nikolausberger Weg sowie das alte IWF-Areal am Nonnenstieg werden für Wohnzwecke umgestaltet. Doch selbst mit neuen Vierteln wie dem "Langen Rekesweg" oder dem "Europa-Quartier" lässt sich der künftige Bedarf nicht allein decken.

Um private Initiativen zu fördern, bietet die städtische Wohnungsbauagentur nun kostenlose Beratungen an. Eigentümer erhalten Unterstützung bei Umbauten oder der Aufteilung von Gebäuden, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Zudem setzt die Stadt auf digitale Hilfsmittel wie den "Verwalti"-Leitfaden, der grundlegende Fragen beantwortet und Bürger an die richtigen Ansprechpartner vermittelt. Über den Fortschritt des Projekts kann man sich per Telegram oder dem Notify-Dienst informieren.

Ziel der Strategie ist es, den jährlichen Flächenverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig das Wohnraumangebot zu erhöhen. Durch die Umnutzung bestehender Areale will Köln den Druck auf dem Wohnungsmarkt mindern und den Bedürfnissen der älter werdenden Bevölkerung gerechter werden. Die endgültige Fassung des Konzepts soll bis Ende 2026 stehen und umgesetzt werden.