03 March 2026, 22:21

Kriminalitätsstatistik 2016 in Oldenburg: Mehr Straftaten, aber stabile Aufklärung

Eine Liniengrafik, die die Tötungsdelikte nach Alter des Täters und Waffennutzung von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem Text.

Kriminalitätsstatistik 2016 in Oldenburg: Mehr Straftaten, aber stabile Aufklärung

Nachrichten 2016 im Polizeibezirk Oldenburg zeigen gemischtes Bild

Die Kriminalitätszahlen für den Polizeibezirk (PD) Oldenburg im Jahr 2016 präsentieren ein uneinheitliches Bild. Zwar stieg die Gesamtzahl der Straftaten leicht an, doch in einigen Deliktbereichen gab es deutliche Veränderungen. Die Behörden verzeichneten sowohl Zunahmen bei bestimmten Straftaten als auch eine stabile Aufklärungsquote.

Die Oldenburgische Polizei erfasste 2016 insgesamt 107.219 Straftaten – ein Plus von 1.763 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Hochgerechnet entspricht dies 6.247 Straftaten pro 100.000 Einwohner und stellt die zweitniedrigste Quote seit 15 Jahren dar.

Auch die Zahl der Opfer stieg an: von 18.343 im Jahr 2015 auf 19.644. Die von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen beliefen sich auf 43.524, was einem Anstieg um 918 entspricht. Darunter befanden sich 10.169 Nichtdeutsche – ein Zuwachs von 19 Prozent gegenüber 2015.

Körperverletzungsdelikte nahmen spürbar zu, wobei konkrete Zahlen zu Gewaltkriminalität nicht detailliert aufgeführt wurden. Einbrechdiebstähle blieben auf hohem Niveau und setzten damit einen besorgniserregenden Trend fort. Die Aufklärungsquote lag hingegen stabil bei 61,44 Prozent, was bedeutet, dass mehr als sechs von zehn Fällen aufgeklärt werden konnten.

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Die Zahl der tatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren sank auf 1.351, während die Gruppe der 14- bis 18-Jährigen auf 4.225 anstieg. Einen direkten Zusammenhang zwischen Kriminalitätsentwicklungen und Konflikten in Zusammenhang mit Asylsuchenden oder Wohnraumproblemen stellte die Polizei nicht her.

Die Daten für 2016 zeigen für den Polizeibezirk Oldenburg sowohl Herausforderungen als auch Erfolge auf. Zwar blieb die Kriminalitätsrate pro Kopf vergleichsweise niedrig, doch der Anstieg bei Körperverletzungen und die anhaltend hohen Einbruchszahlen geben Anlass zur Sorge. Die hohe Aufklärungsquote deutet jedoch auf eine effektive Arbeit der Polizei bei der Lösung angezeigter Straftaten hin.