Kürbissuppenfest in Wiesbaden: Wie ein vergessenes Kunstwerk den Kurpark belebt
Catrin KabusKürbissuppenfest in Wiesbaden: Wie ein vergessenes Kunstwerk den Kurpark belebt
Kleines Kraftwerk im Wiesbadener Kurpark
Am Samstagmorgen fand im Wiesbadener Kurpark ein kleines Kraftwerk, aber lebhaftes Kürbissuppenfest statt. Rund zwei Dutzend Besucher kamen zusammen, um Kürbisse, Kunst und Gemeinschaft zu feiern. Die Veranstaltung gab zudem einer lange vergessenen Skulptur aus dem Jahr 2004 ein neues Zuhause.
Im Mittelpunkt des Festes stand eine Kürbisskulptur, die ursprünglich für den Wiesbadener Kunstsommer 2004 geschaffen worden war. Über ihre frühen Jahre ist wenig bekannt, doch Bürger hatten später ihre Verlegung angeregt. Nun steht sie in der Nähe des Wochenmarkts, wo ihr organisches Wachstum und das künstlerische Design einen auffälligen Kontrast bilden – fast wie ein "Kampf" zwischen Natur und Handwerk.
Das Fest stand unter dem Motto "Geben und Nehmen". Die Gäste tauschten Rezepte aus, in denen Zutaten wie Hokkaido-Kürbisse, Riesling oder sogar Champagner eine Rolle spielten. Bevor sie jedoch die gespendete Kürbissuppe kosten durften, mussten sie die "Ode an den Kürbis" singen – eine verspielte Hymne des Künstlers Volker Kutscher.
Vor der historischen Kulisse des Kurparks setzten die leuchtend orangen Kürbisse einen saisonalen Akzent. Das Fest brachte Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunfts und kulinarischer Vorlieben zusammen und verwandelte einen schlichten Vormittag in ein lokales Highlight.
Das Kürbissuppenfest belebte nicht nur eine 20 Jahre alte Skulptur neu, sondern stärkte auch den Gemeinschaftsgeist. Die Besucher nahmen Rezepte, Lieder und eine erneuerte Wertschätzung für öffentliche Kunst mit nach Hause. Mit seiner Mischung aus Tradition und Kreativität hat sich das Fest als Wiesbadener Herbsttradition etabliert.






