Lada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Ära russischer Autos in Europa
Catrin KabusLada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Ära russischer Autos in Europa
Lada Deutschland GmbH stellt endgültig den Betrieb ein
Die Lada Deutschland GmbH, einst ein wichtiger Akteur für den Verkauf russischer Autos in Europa, hat ihre Türen für immer geschlossen. Das Unternehmen, das in den 1990er-Jahren auch Kia den Einstieg in den deutschen Markt ermöglichte, befindet sich nun in der finalen Phase der Insolvenz. Der Niedergang folgt auf Jahre sinkender Verkaufszahlen und wachsender Herausforderungen.
Die Probleme begannen 2019, als AvtoVAZ, die Muttergesellschaft von Lada, die Auslieferung von Fahrzeugen in die EU einstellte. Der Grund war klar: Die Modelle erfüllten nicht die verschärften Abgasnormen der Euro-6d-TEMP-Stufe. Ohne neue Fahrzeuge versuchte Lada Deutschland, sich mit dem Geländewagen Niva über Wasser zu halten – doch die Verkaufszahlen waren bereits eingebrochen und lagen in Deutschland nur noch bei wenigen Dutzend Fahrzeugen pro Jahr.
2022 verschärfte sich die Lage weiter. Sanktionen und logistische Störungen unterbrachen die Lieferketten für Autos und Ersatzteile aus Russland. In einem letzten Versuch, das Unternehmen zu retten, setzte Lada Deutschland auf chinesische Marken wie JAC Motors und Dayun – doch auch dieser Plan scheiterte, und dem Betrieb blieb keine Perspektive mehr.
Das Ende von Lada Deutschland markiert das Aus einer Ära. Ein Unternehmen, das einst Kia den Weg nach Europa ebnete, hinterlässt nun einen Markt, den es nicht mehr bedienen kann. Während die Insolvenzverfahren abgeschlossen werden, laufen die letzten betrieblichen Aktivitäten aus.






