24 February 2026, 23:32

Lebenslange Haft für Mord an Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht vor einem Publikum in ein Mikrofon, mit Vorhängen und einer Wand im Hintergrund, wahrscheinlich in Reaktion auf die Nachricht seiner lebenslangen Haftstrafe.

Ex-Partner ersticht Kinder zu Tode: Lebenslange Haft in Niedersachsen - Lebenslange Haft für Mord an Ex-Partnerin vor den Augen der Kinder

Ein 34-jähriger Mann aus Niedersachsen ist wegen des Mordes an seiner ehemaligen Partnerin zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Tat ereignete sich vor den Augen ihrer gemeinsamen Kinder; das Opfer erlitt dabei mehrere Messerstiche. Das Gericht stellte fest, dass der Mord aus Hass und finanziellen Streitigkeiten heraus begangen wurde.

Der Täter hatte seine Ex-Partnerin bereits vor dem tödlichen Angriff wiederholt bedroht. Trotz leichter geistiger Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten erklärten die Richter ihn für voll schuldfähig. Während des Angriffs stach er ihr etwa zehnmal in Kopf und Oberkörper.

Nach der Tat floh er vom Tatort, wurde jedoch kurz darauf von der Polizei gefasst. Bei seiner Festnahme bedrohte er die Beamten mit demselben Messer, das er für die Bluttat verwendet hatte. Das Gericht sprach ihn des Mordes mit besonders schwerer Schuld schuldig und bestätigte damit die Anklage der Staatsanwaltschaft.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zwei der gemeinsamen Kinder des Paares wurden Zeugen des Angriffs. Das Urteil entspricht den Forderungen sowohl der Staatsanwaltschaft als auch der Nebenkläger. Obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, bleibt eine Revision beim Bundesgerichtshof möglich.

Offizielle Statistiken für das Jahr 2023 zeigen, dass in Deutschland etwa 360 Frauen und Mädchen getötet wurden. In über 40 Prozent dieser Fälle – das entspricht rund 144 Opfern – waren aktuelle oder ehemalige Partner die Täter. Gleichzeitig bleibt die Anzeigebereitschaft bei Partnerschaftsgewalt gering: Schätzungen zufolge werden nur 5 bis 10 Prozent der Vorfälle überhaupt zur Anzeige gebracht.

Der Verurteilte muss eine lebenslange Haftstrafe verbüßen. Das Gericht nannte Hass und finanzielle Konflikte als zentrale Motive. Der Fall unterstreicht das anhaltende Problem tödlicher Gewalt in Beziehungen, insbesondere gegen Frauen. Ein eventuelles Revisionsverfahren könnte das endgültige Urteil noch ändern.