Linken-Politiker Günther warnt vor EU-Kürzungen für Brandenburg und Rechtsruck
Herbert RennerLinken-Politiker Günther warnt vor EU-Kürzungen für Brandenburg und Rechtsruck
Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt aus Berlin, vertritt seit Juni 2024 die Partei Die Linke im Europäischen Parlament. Er übernahm das Mandat nach dem Rücktritt von Carola Rackete im September 2023. Nun schlägt er Alarm wegen drastischer Kürzungen der EU-Fördergelder für sein Heimatland Brandenburg – Einschnitte, die seiner Ansicht nach die Kernwerte der Union untergraben.
Günther betrachtet die europäische Integration als ein grundlegend linkes Projekt. Als Mitglied der Partei der Europäischen Linken setzt er sich für einen wirtschaftlichen Wandel ein, der soziale Gerechtigkeit mit Klimaschutz verbindet. Aktuell konzentriert er sich auf den mehrjährigen Finanzrahmen der EU, vor dessen Hintergrund er vor Haushaltsverschiebungen warnt, die die Mittel für Brandenburg um die Hälfte oder mehr kürzen könnten.
Die Klimapolitik bleibt ein zentrales Anliegen seiner Arbeit. Als vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit betont er, dass industrialisierte Staaten und Großkonzerne für den Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich sind, während die Ärmsten die Hauptlast der Folgen tragen.
Über Umweltfragen hinaus sieht Günther im Kampf gegen die extreme Rechte eine zentrale Aufgabe. Er verweist auf die wachsende Zusammenarbeit zwischen konservativen und rechtsextremen Fraktionen im Europäischen Parlament und nennt dies ein gefährliches "Modell", das auch auf Deutschland überspringen könnte. Um dem entgegenzuwirken, plädiert er für stärkere Bündnisse mit progressiven Kräften auf nationaler, regionaler und basisdemokratischer Ebene.
Günthers Prioritäten liegen darin, faire EU-Fördermittel zu sichern, Klimagerechtigkeit voranzutreiben und dem Einfluss der extremen Rechten zu widerstehen. Seine Rolle bei der Gestaltung des EU-Haushalts und der Umweltpolitik wird diese Ziele auf die Probe stellen. Die Ergebnisse könnten sowohl Brandenburg als auch die Strategien der Linken in Europa prägen.






