Mainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit neuem Bohrverfahren
Alex TintzmannMainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit neuem Bohrverfahren
Großes Infrastrukturprojekt in Mainz: Neue 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein
In Mainz beginnt ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Eine neue 220 Meter lange Pipeline wird unter dem Rhein verlegt. Die Baumaßnahme verbindet das Gebiet Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel. Die Arbeiten starten am 11. Mai und markieren das erste Mal, dass der Wirtschaftsbetrieb Mainz für eine solche Installation das Verfahren des horizontalen Richtbohrens einsetzt.
Die bestehende Leitung ist teilweise beschädigt und nur noch vorübergehend funktionsfähig. Als Lösung wird eine neue Pipeline mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern in bis zu zehn Metern Tiefe unter dem Flussbett verlegt. Die Konstruktion umfasst eine Schutzhülle, die die Leitung vor künftigen Schäden bewahrt und Wartungs- oder Austauscharbeiten erleichtert, ohne den Hafenbetrieb zu beeinträchtigen.
Für die Verlegung kommt das spezielle horizontale Richtbohren zum Einsatz. Dabei wird zunächst ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend aufgeweitet wird, bevor die Schutzhülle mit der darin liegenden Pipeline durch den erweiterten Kanal gezogen wird.
Die Fertigstellung der Arbeiten ist bis Ende August 2026 geplant. Die neue Pipeline wird nach Abschluss eine zuverlässige Verbindung zwischen der Ingelheimer Aue und dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel herstellen. Durch den Einsatz des horizontalen Richtbohrens und der Schutzhülle sollen Langlebigkeit und einfachere Instandhaltung gewährleistet werden. Zudem entfällt die Notwendigkeit von provisorischen Reparaturen an der beschädigten Strecke.






