Marzahn Pride 2024: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Hetze und Ausgrenzung
Alex TintzmannMarzahn Pride 2024: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Hetze und Ausgrenzung
Marzahn Pride feiert in diesem Jahr seine siebte Auflage – organisiert von Quarteera e.V. steht das Event unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“. Im Fokus stehen die Herausforderungen, mit denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk konfrontiert sind.
Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Vanessa Krah und Gordon Lemm werden mit Eröffnungsreden das Event einleiten. Im Anschluss beginnt ab 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Aktivitäten.
2022 sah sich die Veranstaltung mit Drohungen der rechtsextremen Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ konfrontiert. Rechtsextreme Einschüchterungsversuche – etwa durch Aufkleber und Propaganda – waren auch in den Vorjahren ein wiederkehrendes Problem. 2023 wurden bundesweit fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen von rechtsextremen Gruppen angegriffen oder gestört.
Vanessa Krah, Queer-Beauftragte von Marzahn, warnt trotz aktuell fehlender organisierter Gegenproteste vor vorschneller Entwarnung. Bisher haben sich keine rechtsextremen Gruppen gegen den Marzahn Pride 2024 mobilisiert. Die Veranstaltung findet wie geplant statt, die Organisator:innen bleiben jedoch wachsam – nicht zuletzt wegen früherer gezielter Einschüchterungsversuche. Der Marsch und das Fest sollen Sichtbarkeit und Widerstand queerer Communities in Marzahn stärken.






