Merz fordert schnellere Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Herbert RennerMerz fordert schnellere Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bessere Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa gefordert. Er bezeichnete das Vorhaben als ein "wichtiges strategisches Interesse" für das Land. Der Vorschlag folgt auf Gespräche mit den Regierungen in Polen und Tschechien.
Die Initiative für eine Verbesserung der Schienenverbindungen kommt nach Treffen zwischen Merz und Vertretern aus Polen und der Tschechischen Republik. Beide Länder hatten zuvor bereits Bedenken hinsichtlich der Transportanbindungen nach Deutschland geäußert. Unterdessen traf sich Kanzler Olaf Scholz kürzlich mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer, um über die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu beraten.
Auf der Strecke zwischen Berlin und Polen verkehren bereits im Zweistundentakt Züge über den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen. Allerdings sind umfassende Modernisierungspläne für das deutsche Schienennetz – inklusive Stilllegungen und Aufwertungen – bis 2036 vorgesehen. Die Bundesregierung wird sich nun erneut mit der Frage der grenzüberschreitenden Bahninfrastruktur befassen.
Die erneute Konzentration auf die Schienenanbindungen könnte künftige Verkehrspolitik prägen. Unmittelbare Änderungen an den bestehenden Strecken zwischen Deutschland und Polen oder zwischen Deutschland und Tschechien wurden bisher nicht angekündigt. Die Gespräche werden im Rahmen der weiteren Infrastrukturplanung fortgesetzt.






