18 April 2026, 20:32

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Drei Frauen sitzen an einem unordentlichen Tisch in einem raumähnlichen Setting und diskutieren.

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz Gewalt gegen Frauen mit Migranten in Verbindung gebracht hatte. Der Wortwechsel begann während der Regierungsbefragung, nachdem Abgeordnete Bedenken geäußert hatten. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch kritisierte Merz' Äußerungen später als ungerecht und irreführend.

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Der Streit eskalierte, als Parlamentarier nach den Gründen für den Anstieg von Angriffen auf Frauen fragten. In seiner Antwort behauptete Merz, ein erheblicher Teil dieser Gewalt gehe auf Migranten zurück. Seine Aussagen lösten sofort scharfe Kritik aus den Reihen der Opposition aus.

Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland warf Miersch dem Kanzler anschließend vor, Zuwanderer pauschal an den Pranger zu stellen. Gewalt gegen Frauen sei kein Problem von Nationalität oder Religion, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, betonte er. Miersch unterstrich, dass Opfer Schutz verdienten – unabhängig davon, wer der Täter sei.

Während der Sitzung hatte Merz zwar die allgemeine Zunahme von Gewalt gegen Frauen verurteilt. Doch Miersch bestand darauf, dass das Problem umfassend angegangen werden müsse, ohne bestimmte Gruppen herauszugreifen.

Die Auseinandersetzung offenbarten tiefe Gräben darüber, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Mierschs Aussagen spiegelten die Haltung der SPD wider, dass Lösungen alle Täter in den Blick nehmen müssten – nicht nur eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Die Debatte dürfte anhalten, da Abgeordnete nachdrücklich strengere Maßnahmen zur Bewältigung des Problems fordern.

Quelle