Merz will Kohle- und Gaskraftwerke nutzen, um Inflation und Energiekrise zu bekämpfen
Herbert RennerMerz will Kohle- und Gaskraftwerke nutzen, um Inflation und Energiekrise zu bekämpfen
Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen so stark wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Der deutliche Anstieg folgt auf die Eskalation im Iran-Konflikt, die die Inflation spürbar nach oben treibt. Bundeskanzler Friedrich Merz hat nun als Reaktion Änderungen an der deutschen Energiestrategie vorgeschlagen.
Für März wird ein Preisanstieg von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erwartet. Im Monatsvergleich dürften die Kosten um 1,1 Prozent steigen – eine zusätzliche Belastung für die Haushalte.
Merz stellte den geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung infrage. Stattdessen regte er an, die Laufzeit der Kohlekraftwerke zu verlängern, um die Energieversorgung zu stabilisieren. Zudem schlug er den Bau neuer Gaskraftwerke vor, die gemeinsam mit erneuerbaren Energien eine zuverlässige Grundlast liefern könnten.
Obwohl er eine kurzfristige Rückkehr zur Kernenergie ausschloss, zeigte sich Merz offen für zukünftige Technologien. Er unterstützte die Forschung an kleinen modularen Reaktoren (SMR) und äußerte sich optimistisch über die Entwicklung der Kernfusion. Gleichzeitig bekräftigte er das deutsche Bekenntnis zum Ausbau erneuerbarer Energien.
Der Inflationsschub kommt zu einer Zeit, in der die Energiepreise aufgrund geopolitischer Spannungen weiterhin schwanken. Merz' Vorschläge zielen darauf ab, Stabilität mit langfristiger Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, wie Deutschland sowohl die steigenden Preise als auch die Energiewende bewältigt.






