31 May 2026, 08:27

Mietpreise fressen Wohnfläche: In Berlin und Ruhrgebiet schrumpft der Platz dramatisch

Mieten in Wiesbaden: Weniger Wohnraum für 1000 Euro

Mietpreise fressen Wohnfläche: In Berlin und Ruhrgebiet schrumpft der Platz dramatisch

Mieter in ganz Deutschland bekommen für ihr Geld heute deutlich weniger Wohnfläche als noch vor wenigen Jahren. Eine aktuelle Studie zeigt: In 60 von 80 Städten deckt dasselbe Budget mittlerweile mindestens zehn Prozent weniger Wohnfläche ab als noch 2020. Besonders betroffen sind Großstädte – in Berlin und im Ruhrgebiet sind die Rückgänge besonders drastisch.

Noch im März 2022 reichte eine Kaltmiete von 1.000 Euro in Wiesbaden für eine durchschnittliche Wohnung mit 91 Quadratmetern. 2024 sind es bei gleichem Budget nur noch 82 Quadratmeter – ein Verlust von neun Quadratmetern. Noch prekärer ist die Lage in Berlin: Hier erhalten Mieter heute 16 Quadratmeter weniger als 2022. Für 1.000 Euro bekommt man in der Hauptstadt kaum mehr als ein Zimmer – ein deutlicher Unterschied zu vor vier Jahren.

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München bleibt eine der teuersten Städte: Für 1.000 Euro Miete gibt es hier kaum 50 Quadratmeter. Auch Hamburg verzeichnet einen spürbaren Rückgang – minus zwölf Quadratmeter –, während Mainz bei gleichem Budget neun Quadratmeter verloren hat.

Die stärksten Einbußen verzeichnet das Ruhrgebiet. In Gelsenkirchen bringt dieselbe Miete heute 29 Quadratmeter weniger als früher. Experten führen den rasanten Mietanstieg auf gestiegene Baukosten, höhere Instandhaltungskosten und Zinserhöhungen zurück. Zudem treiben Spillover-Effekte aus Nachbarstädten die Preise weiter in die Höhe.

Ohne gezielte Maßnahmen zur Entlastung des Wohnungsbaus und Senkung der Kosten wird sich der Teufelskreis aus schrumpfenden Wohnflächen und steigenden Mieten fortsetzen. Für Durchschnittsverdiener bedeutet das noch größeren Druck auf ihre Haushaltskassen, da die Bezahlbarkeit weiter sinkt. Die Daten verdeutlichen eine wachsende Herausforderung für Mieter in den Städten des Landes.

Quelle