04 March 2026, 15:41

"Miss Germany"-Finale: Warum zwei Frauen mit Hijab die Debatte über deutsche Identität entfachen

Eine Gruppe von Frauen in traditioneller bayrischer Tracht spaziert strahlend durch eine Straße, umgeben von Bäumen und Gebäuden, dargestellt in Schwarz-Weiß.

"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Miss Germany"-Finale: Warum zwei Frauen mit Hijab die Debatte über deutsche Identität entfachen

Deutschlands nächste "Miss Germany" wird an diesem Wochenende aus neun Finalistinnen gewählt – darunter zwei Frauen mit Hijab, Büşra Sayed und Amina Ben Bouzid, die wegen angeblich fehlender "Deutschheit" Kritik erfahren haben. Doch der Wettbewerb rückt zunehmend von klassischen Schönheitsidealen ab und feiert stattdessen Führungskräfte und Vorbilder.

Die diesjährige Veranstaltung setzt ein Zeichen für Vielfalt: Unter den Kandidatinnen sind eine Biologin und eine Pressesprecherin der Bundeswehr. Die Organisator:innen wählten die Finalistinnen aus über 2.600 Bewerberinnen aus – mit dem Ziel, ein modernes Deutschland widerzuspiegeln.

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Büşra Sayed, Unternehmerin und Teilnehmerin in der Kategorie "Female Founder", und Amina Ben Bouzid, die sich für frauengeführte Marken einsetzt (Kategorie "Female Leader"), wehren sich gegen die Vorwürfe. Ben Bouzid betont entschlossen: "Wir sind deutsch!". Sayed bringt mit Humor Licht ins Dunkel: "Und wir lüften auch ordentlich durch!"

Die Angriffe gegen sie sind oft rassistisch und sexistisch – meist von Männern. Trotzdem bleiben beide standhaft und sehen ihre Teilnahme als Chance, künftige Generationen zu inspirieren. Ihre Präsenz im Wettbewerb hat eine Debatte über Identität und Repräsentation in Deutschland ausgelöst.

Die aktuelle Titelträgerin, Dr. Valentina Busik, ist Ärztin und nutzt Künstliche Intelligenz, um das Gesundheitswesen zu modernisieren. Eine weitere Finalistin, Amelie Reigl aus Würzburg, forscht als Biologin an im Labor gezüchteter menschlicher Haut, um Tierversuche zu reduzieren. Die Organisator:innen stellen klar: Es geht nicht mehr um Schönheit, sondern um Frauen, die führen und motivieren.

Im Finale präsentieren sich neun Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen und Leistungen. Die Teilnahme von Sayed und Ben Bouzid steht für einen breiteren Wandel – hin zur Anerkennung vielfältiger deutscher Identitäten. Die Siegerin wird nach Führungspotenzial gewählt, ein weiterer Schritt weg vom klassischen Pageant-Image.