10 March 2026, 08:29

Neuer Mordprozess im Fall Sabine B. beginnt im Mai 2026

Ein Plakat, das eine Hinrichtungsszene in Preußen zeigt, mit zwei Männern, die ein Rad halten, und einem Mann, der auf dem Boden liegt, umgeben von einem Zaun und Gebäuden im Hintergrund, mit Text oben und unten.

Neuer Prozess für tote Mädchen in Güllegrube Mitte Mai - Neuer Mordprozess im Fall Sabine B. beginnt im Mai 2026

Neuverhandlung im Mordfall Sabine B.: Prozess beginnt am 18. Mai 2026

Im Fall des Mordes an der 13-jährigen Sabine B. im Jahr 1993 wird am 18. Mai 2026 ein neuer Prozess beginnen. Der Fall, bei dem es um die Tötung eines Mädchens auf einem abgelegenen Reiterhof in Wiesenfeld (Unterfranken) geht, kommt nach einer früheren Verurteilung erneut vor Gericht. Die Verhandlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat minderjährig war.

Der einzige Beschuldigte war zunächst schuldig gesprochen und zu sechs Jahren und sechs Monaten in einer Jugendstrafanstalt verurteilt worden. Während des ursprünglichen Prozesses schwieg er beharrlich und äußerte sich nie zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das Opfer am 15. Dezember 1993 sexuell missbraucht und getötet zu haben – gestützt auf DNA-Spuren, die an der Unterwäsche des Mädchens und in einem Blutspurenbefund gefunden wurden.

Nach Jugendstrafrecht beträgt die Höchststrafe zehn Jahre. Ein Freispruch bleibt jedoch möglich, falls das Gericht zu dem Schluss kommt, dass die Anklage den Mord nicht zweifelsfrei beweisen kann oder das Handeln des Angeklagten nicht die rechtlichen Voraussetzungen für eine strafrechtliche Verantwortung erfüllt. Sämtliche weiteren Anklagepunkte – mit Ausnahme des Mordvorwurfs – sind inzwischen verjährt.

Im Rahmen des neuen Verfahrens wird der Fall erneut aufgearbeitet, wobei bisher keine konkreten Details zu den neuen Ermittlungsergebnissen oder Umständen aus dem Prozess von 2024 bekannt geworden sind.

Die anstehende Neuverhandlung wird entscheiden, ob der Angeklagte erneut verurteilt oder freigesprochen wird. Die Richter werden dabei maßgeblich bewerten müssen, ob die Staatsanwaltschaft den Mord zweifelsfrei nachweisen kann. Der Fall zählt zu den meistbeachteten der jüngeren deutschen Rechtsgeschichte.

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