NGG fordert faire Löhne und Arbeitsbedingungen während der Fußball-WM 2024
Catrin KabusNGG fordert faire Löhne und Arbeitsbedingungen während der Fußball-WM 2024
NGG-Gewerkschaft warnt Gastronomie vor WM-Stress
Vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Restaurant- und Barbesitzer zur Fairness gegenüber ihren Beschäftigten aufgefordert. Gefordert werden angemessene Bezahlung für Mehrarbeit sowie Rücksicht auf private Verpflichtungen wie Kinderbetreuung oder Pflegeangehöriger. Zudem plant die NGG, sich für eine Lohnerhöhung von sechs Prozent in der Branche einzusetzen.
Der NGG-Kreisverband Krefeld-Neuss warnte Arbeitgeber davor, Mitarbeiter während des Turniers mit unbezahlten Überstunden zu überlasten. Jede zusätzliche Arbeitsstunde müsse vergütet werden, und Schichtpläne sollten familiäre Verpflichtungen der Beschäftigten – etwa bei der Kinderbetreuung oder Pflege – berücksichtigen.
Um übermäßige Belastungen zu vermeiden, pocht die NGG auf die Einstellung von Aushilfskräften für die stoßweisen Spitzenzeiten während der Spiele. Ein übermüdetes, überlastetes Team könne keine gute Leistung erbringen, betont die Gewerkschaft – Motivation sei in der Gastronomie entscheidend.
Eine Woche nach dem WM-Auftaktspiel beginnen die Tarifverhandlungen für die nordrhein-westfälische Gastronomie. Die NGG strebt eine sechsprozentige Lohnerhöhung für alle Beschäftigten an, was für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft wie Köche oder Servicekräfte mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten würde. Verhandlungspartner ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA).
Die Forderungen der NGG umfassen neben der Lohnerhöhung auch faire Arbeitsbedingungen während der WM. Klar ist: Werden Beschäftigte unfair behandelt, wird das Konsequenzen haben. Nun sind die Arbeitgeber gefordert, betriebliche Interessen mit dem Wohl ihrer Teams in Einklang zu bringen.






