09 June 2026, 20:43

Niedersachsen bekämpft Leerstand: Wie alte Einfamilienhäuser neu genutzt werden sollen

Niedersachsen unterstützt kommunale Beratung für die weitere Entwicklung älterer Wohngebiete

Niedersachsen bekämpft Leerstand: Wie alte Einfamilienhäuser neu genutzt werden sollen

Niedersachsen startet Initiative gegen ungenutzte Einfamilienhäuser und für nachhaltiges Wohnen

Niedersachsen hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, um leerstehende oder kaum genutzte Einfamilienhäuser zu aktivieren und den nachhaltigen Wohnungsbau zu fördern. Viele Immobilien – insbesondere solche, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren entstanden sind – stehen heute leer oder benötigen umfangreiche Sanierungen. Die Landesregierung geht das Problem nun mit einem dreijährigen Projekt an, das gleichzeitig klimapolitische und soziale Anforderungen erfüllen soll.

Das Programm „Perspektive EFH“ wird über drei Jahre mit 160.000 Euro gefördert und vom gemeinnützigen Verein FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. geleitet. Ziel ist es, Kommunen dabei zu unterstützen, Wohnstrategien zu entwickeln und das Sanierungspotenzial in älteren Stadtteilen zu erschließen.

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Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Erstellung von Leitfäden, die Durchführung von Veranstaltungen sowie der Aufbau eines Netzwerks für lokale Behörden. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte, das Vorhaben diene als Modell für eine nachhaltige Stadtentwicklung und eine moderne Wohnpolitik.

Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Niedersachsen mit einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum konfrontiert ist, der sowohl demografische Veränderungen als auch Umweltziele berücksichtigt. Durch die Fokussierung auf bestehende Gebäude soll Verschwendung reduziert und Wohnraum geschaffen werden, der besser zu den aktuellen Bedürfnissen passt.

Das neue Beratungszentrum wird die Bemühungen in ganz Niedersachsen koordinieren, um ungenutzte Häuser einer neuen Nutzung zuzuführen. In den kommenden drei Jahren arbeitet es mit Städten und Gemeinden zusammen, um den Wohnungsbestand zu verbessern und klimafreundliches Wohnen zu fördern. Bei Erfolg könnte das Projekt als Vorbild für ähnliche Vorhaben in anderen Regionen dienen.

Quelle