31 December 2025, 07:16

Niedersachsens Minister drängt: Günstiger Industrie-Strompreis muss schneller kommen

Ein Zug auf Schienen mit Oberleitungen, flankiert von Bäumen, Masten und Gebäuden, mit einem Wolkenkratzer und Himmel im Hintergrund.

Minister: "Industriestrompreis ist kein Nice-to-have" - Niedersachsens Minister drängt: Günstiger Industrie-Strompreis muss schneller kommen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne fordert schnellere Schritte bei der geplanten Einführung eines günstigeren Industrie-Strompreises. Er warnt, dass Verzögerungen Arbeitsplätze kosten und Unternehmen davon abhalten, in Klimaschutz zu investieren. Das vom Bund geplante Förderprogramm, das 2026 starten soll, wird über drei Milliarden Euro kosten – doch Tonne betont, dass bereits jetzt mehr getan werden muss.

Die Bundesregierung will ab dem 1. Januar 2026 bis 2028 einen ermäßigten Strompreis für die Industrie einführen. Die subventionierten Tarife sollen stromintensive Betriebe im internationalen Wettbewerb stärken. Tonne kritisiert jedoch, dass der Zeitraum von nur drei Jahren zu kurz sei und Unternehmen keine langfristige Planungssicherheit biete.

Der Minister setzt sich für einen Zielpreis von fünf bis sechs Cent pro Kilowattstunde ein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhalten. Gleichzeitig lehnt er zusätzliche bürokratische Hürden ab und verweist darauf, dass viele Unternehmen bereits in Klimaneutralität investieren. Ihnen fehle es nicht an Vorschriften, sondern an verlässlichen Rahmenbedingungen. Beim Thema Wasserstoff drängt Tonne Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zu entschlossenerem Handeln. Niedersachsen verfüge über eine starke Wasserstoff-Infrastruktur, doch ohne klare und verbindliche Vorgaben des Bundes bleibe ihr Potenzial ungenutzt. Ohne schnellere Fortschritte drohten weitere Industriearbeitsplätze verloren zu gehen – jeder Monat zähle. Tonnes Appell ist deutlich: Er will Ergebnisse in Wochen, nicht in Monaten. Sein Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen und Investoren bereitstehen, sofern die Bundesregierung stabile Bedingungen schafft.

Das Bundesprogramm zur Strompreissubvention für die Industrie wird über drei Milliarden Euro kosten und von 2026 bis 2028 laufen. Tonnes Forderungen zielen auf eine zügigere Umsetzung, niedrigere Preise und eine ambitioniertere Wasserstoffpolitik. Ohne diese Änderungen, so seine Warnung, riskiere Deutschland den Verlust weiterer Industriearbeitsplätze und den Rückstand im Klimaschutz.