Niedersächsische Landwirte blockieren Straßen gegen Mercosur-Abkommen mit Südamerika
Herbert RennerVerkehrsbehinderungen aufgrund von Bauernprotesten erwartet - Niedersächsische Landwirte blockieren Straßen gegen Mercosur-Abkommen mit Südamerika
Landwirte in Niedersachsen führen heute Straßenblockaden als Teil eines Protests gegen das Mercosur-Handelsabkommen durch. Mit Traktoren wollen sie den Verkehr in mehreren Landkreisen von den frühen Morgenstunden bis zum Abend behindern. Die Aktion spiegelt die wachsenden Bedenken gegenüber der Konkurrenz durch günstigere Agrarimporte wider.
Die Demonstrationen begannen um 7 Uhr in Regionen wie Hameln-Pyrmont und Schaumburg. Örtliche Landwirte, die ohne zentrale Führung handeln, organisierten die Blockaden in Eigeninitiative. Ihre Hauptforderung ist die Ablehnung des Mercosur-Abkommens, das ihrer Ansicht nach den Markt mit preiswerteren Waren aus Südamerika überschwemmen würde.
Ähnliche Proteste sind im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags in ganz Deutschland zu erwarten. Die Landwirte befürchten, dass das Handelsabkommen sie gegenüber Erzeugern aus Südamerika benachteiligen würde. Bisher wurde keine einzelne Gruppe oder Person als übergeordneter Organisator der Proteste genannt.
Die Straßensperren sollen bis 17 Uhr andauern und den Verkehr in der Region beeinträchtigen. Sollte das Handelsabkommen weiter voranschreiten, könnten weitere Proteste folgen. Die Behörden raten Autofahrern, mit Verzögerungen zu rechnen und Ausweichrouten zu planen.