23 January 2026, 13:11

Nordisches Literaturfest 2023: Vier Tage voller Geschichten und Debatten in Hamburg

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Schweden und Norwegen, auf der Städte, Flüsse und andere geografische Merkmale bezeichnet sind.

Nordisches Literaturfest 2023: Vier Tage voller Geschichten und Debatten in Hamburg

Nordisches Literaturfest kehrt vom 24. bis 27. November nach Hamburg zurück

Vom 24. bis 27. November findet in Hamburg wieder das Nordische Literaturfest statt. In diesem Jahr versammelt die Veranstaltung etablierte und aufstrebende Autor:innen aus der gesamten nordischen Region. Bei Lesungen, Diskussionen und Premieren werden Themen von persönlichen Biografien bis hin zu gesellschaftlichen Strukturen behandelt.

Eröffnet wird das Festival von der norwegischen Schriftstellerin Linn Ullmann, die ihren autofiktionalen Roman „Mädchen, 1983“ präsentiert. Ihre Lesung markiert den Auftakt zu vier Tagen voller literarischer Begegnungen in verschiedenen Sprachen. Die meisten Beiträge werden in den ursprünglichen nordischen Sprachen gehalten – begleitet von deutschen Untertiteln.

Am Dienstag steht das Programm im Zeichen patriarchaler Strukturen und wirft einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Normen. Am Mittwoch bereichert Kathrine Nedrejord, eine Schriftstellerin mit samischer Herkunft, das Programm um indigene Perspektiven. Eine weitere Diskussion über Island bringt Pedro Gunnlaugur Garcia und Berit Glanz zusammen, die sich mit der literarischen und kulturellen Landschaft des Landes auseinandersetzen.

Ein besonderes Highlight ist die Premiere im HfbK Hamburg, bei der sechs Autor:innen aus Schweden und Deutschland biografische Kartografien vorstellen. Ihre Werke verbinden persönliche Erzählungen mit historischen Kontexten. Zu den Debütant:innen zählen Susanna Hast aus Finnland und Cecilie Lind aus Dänemark, die ihr Schaffen erstmals einem deutschen Publikum präsentieren. Sie teilen sich die Bühne mit bekannten Namen wie Helle Helle, Katja Kettu und Linn Ullmann – eine Mischung aus neuen und vertrauten Stimmen.

Auch die deutsche Autorin Karen Köhler ist dabei und liest aus der deutschen Übersetzung ihres Romans durch Paul Berf. Die Ursprünge des Festivals reichen bis ins Jahr 1986 zurück, als die ersten Nordischen Literaturtage parallel zur jährlichen Hamburger Buchhändlerkonferenz stattfanden. Seither hat sich die Veranstaltung zu einer zentralen Plattform für den literarischen Austausch zwischen den nordischen Ländern und Deutschland entwickelt.

Am 27. November endet das Festival nach vier Tagen voller Lesungen, Debatten und künstlerischer Kooperationen. Die in Originalsprache gehaltenen Beiträge mit Untertiteln sollen ein breites Publikum erreichen. Die diesjährige Ausgabe führt die Tradition fort, die nordische und deutsche Literaturszene enger zu vernetzen.