NordLB feiert Rekordjahr: 506 Millionen Euro Gewinn nach der Rettung 2019
Alex TintzmannNordLB-Chef: "Wir sind wieder eine ganz normale Bank" - NordLB feiert Rekordjahr: 506 Millionen Euro Gewinn nach der Rettung 2019
Norddeutsche Landesbank (NordLB) verzeichnet besten Jahresabschluss seit einem Jahrzehnt
Die NordLB hat ihr bestes Finanzjahr seit zehn Jahren vorgelegt. 2022 erzielte die Bank einen Gewinn von 506 Millionen Euro – ein deutlicher Aufschwung nach der Rettungsaktion im Jahr 2019. Vorstandschef Jörg Frischholz bezeichnet das Institut nach Jahren des Umbaus nun als eine "völlig normale Bank".
Die Erholung der NordLB folgt auf eine grundlegende Neuausrichtung nach der Rettung durch ihre Anteilseigner 2019. Seither hat die Bank Kosten gesenkt, ihre IT-Infrastruktur modernisiert und ihre Bilanzsumme verringert. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, den Vorsteuergewinn 2022 auf 475 Millionen Euro zu steigern – ein Plus gegenüber 350 Millionen Euro im Vorjahr.
Um den Schwung zu halten, setzt die NordLB auf künstliche Intelligenz. Alle 3.700 Mitarbeiter haben Schulungen erhalten, um die Effizienz zu erhöhen und neue Märkte zu erschließen. Ziel ist es, die Kundenakquise auszubauen, ohne zusätzliches Personal einstellen zu müssen.
Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen. Die Bank sieht sich einem unsicheren wirtschaftlichem Umfeld gegenüber, geprägt durch den Krieg im Nahen Osten und anhaltende Marktinstabilitäten. Dennoch rechnet die Führung mit einer "leichten Verbesserung" des Vorsteuerergebnisses bis 2026. Für die Anteilseigner könnte es zudem erstmals seit der Rettung wieder Dividenden geben.
Die Ergebnisse von 2022 belegen, dass die NordLB ihren Umbau nach dem Beinahe-Kollaps 2019 erfolgreich gemeistert hat. Mit dem Einsatz von KI und einer schlankeren Organisation strebt die Bank an, in der volatilen Wirtschaftslage weiter zu wachsen. Die Rückkehr zu Dividendenzahlungen wäre ein weiteres Zeichen für Stabilität – auch für ihre Eigentümer.






