NOZ/mh:n übernimmt Ostfriesischen Kurier und stärkt lokalen Journalismus
Herbert RennerNOZ/mh:n übernimmt Ostfriesischen Kurier und stärkt lokalen Journalismus
Die Mediengruppe NOZ/mh:n hat Pläne bekannt gegeben, den Ostfriesischen Kurier und den Soltau-Kurier-Vertrieb von der SKN Mediengruppe zu übernehmen. Von der Transaktion betroffen sind Publikationen in Aurich, Emden, Leer, Wilhelmshaven sowie auf Norderney. Bevor die Übernahme vollzogen werden kann, steht noch die Genehmigung durch das Bundeskartellamt aus.
Der in Osnabrück ansässige Verlag NOZ/mh:n hatte zuvor versucht, die Nordwest Mediengruppe – zu der auch die Nordwest-Zeitung in Oldenburg gehört – zu erwerben, war damit jedoch gegen die Madsack Mediengruppe unterlegen. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf Ostfriesland und bezeichnet den Schritt als "strategische Investition", um den lokalen Journalismus in der Region zu stärken.
Laut Vereinbarung übernimmt NOZ/mh:n sämtliche Mitarbeiter und Titel der beiden Unternehmen, darunter den Ostfriesischen Kurier und die Norderneyer Badezeitung. Thorsten Schulze wird die operative Führung des Ostfriesischen Kuriers dauerhaft übernehmen, während Charlotte Basse bei der SKN Mediengruppe bleibt, um deren weitere Geschäfte zu leiten. Sowohl NOZ/mh:n als auch die SKN Mediengruppe haben zugesichert, die engen regionalen Bezüge zu wahren. Jens Wegmann und Thorsten Schulze betonten ihr Engagement, das lokale Fachwissen in den übernommenen Publikationen zu bewahren. Zudem planen die beiden Unternehmen, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Druck, Buchhaltung und IT-Dienstleistungen auszubauen.
Die Übernahme soll die Zukunft mehrerer lokaler Titel in Ostfriesland und auf Norderney sichern. Wird der Deal von den Aufsichtsbehörden genehmigt, gehen der Ostfriesische Kurier und die Norderneyer Badezeitung in die Verantwortung von NOZ/mh:n über. Die Unternehmen werden auch künftig in zentralen operativen Bereichen eng zusammenarbeiten.