Ölpest in Papenburg: Kreuzfahrtschiff kollidiert mit Treibeis und leckt Öl
Gerdi BaumÖlpest in Papenburg: Kreuzfahrtschiff kollidiert mit Treibeis und leckt Öl
Ölpest im Binnenhafen von Papenburg nach Kollision des Kreuzfahrtschiffs mit Treibeis
Am Donnerstagabend kam es im Binnenhafen von Papenburg zu einem Ölunfall, nachdem der Rumpf eines Kreuzfahrtschiffs beschädigt worden war. Der Vorfall ereignete sich während der Beladung mit etwa 1.105 Tonnen Torf. Die Behörden haben das Schiff seitdem mit einer Abfahrtsperre belegt, bis Reparaturen und Umweltprüfungen abgeschlossen sind.
Ursache für den Schaden war offenbar Treibeis auf der Ems, das ein etwa zwei Zentimeter großes Leck in die Schiffswand gerissen hatte. Dadurch drangen fünf bis sechs Kubikmeter Wasser in das Schiff ein. Die Crew konnte das Leck vorläufig abdichten und das eingedrungene Wasser abpumpen.
Im Zuge der Maßnahmen trat jedoch ölhaltiges Bilgenwasser in das Hafenbecken aus. Verletzte gab es nicht, und die Ermittler gehen nicht von einem Fehlverhalten der Besatzung aus. Die Verkehrszentrale Ems hat dem Schiff inzwischen die Ausfahrt untersagt, bis alle notwendigen Reparaturen geprüft und freigegeben sind.
Die Freigabe nach solchen Vorfällen dauert in der Regel vier bis zwölf Wochen. Dazu gehören Umweltuntersuchungen durch Behörden wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), strukturelle Überprüfungen sowie die Einhaltung deutscher und europäischer Gewässerschutzvorschriften. Die genauen Ursachen und Auswirkungen des Ölunfalls werden noch ermittelt.
Das Schiff bleibt bis zum Abschluss aller Umwelt- und Sicherheitstests im Hafen. Die Behörden arbeiten daran, das Ausmaß der Ölverschmutzung zu klären und sicherzustellen, dass das Schiff alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Ein Zeitplan für die Abfahrt hängt von den Ergebnissen dieser Prüfungen ab.






