03 February 2026, 15:23

Osnabrücker Projekt kämpft mit Workshops gegen Antisemitismus und Rassismus bei Jugendlichen

Ein Plakat einer Moschee mit den Worten "Maulid Nabi Muhammad Saw" vor einem klaren blauen Himmel.

Osnabrücker Projekt kämpft mit Workshops gegen Antisemitismus und Rassismus bei Jugendlichen

Ein neues Bildungsprojekt in Osnabrück geht Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus unter Jugendlichen an

Unter der Leitung von Dua Zeitun vom Verein MUJOS e.V. bietet die Initiative Workshops an, in denen Teilnehmende Vorurteile und politische Sprache kritisch hinterfragen lernen. Ziel des Programms ist es, einen offenen Dialog zu fördern – ohne dass sich die Beteiligten in die Defensive gedrängt fühlen.

Das Projekt mit dem Titel "Wie gehen wir mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus um?" läuft in jährlichen Zyklen. Jeder Durchgang umfasst vier bis fünf Module, die verschiedene Aspekte der Antisemitismusprävention und der Stärkung antirassistischen Engagements behandeln. Junge Muslim:innen werden darin ermutigt, zu erkunden, wie sich Antisemitismus in der Alltagssprache äußert – insbesondere in Debatten über den Nahostkonflikt und in politischer Rhetorik aus der arabischen Welt.

Die Workshops setzen sich auch mit antimuslimischem Rassismus auseinander und zeigen Verbindungen zwischen beiden Formen der Diskriminierung auf. Durch die Betonung gemeinsamer Erfahrungen strebt das Projekt einen wirksameren Ansatz im Kampf gegen Vorurteile an. Die Teilnehmenden lernen, sich demokratisch einzubringen und ihre Stimme für sich selbst und ihre Communities zu erheben.

Gefördert wird die Initiative vom Präventionsrat Niedersachsen und dem Landesdemokratiezentrum Niedersachsen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Zwar liegen keine genauen Teilnehmerzahlen vor, doch wirkt das Projekt indirekt auch islamistischen Einflüssen entgegen, indem es mit Jugendlichen arbeitet, die sich auf islamistische Prediger beziehen. Die Diskussionen werden von muslimischen Fachkräften geleitet, um kulturell passende Perspektiven zu gewährleisten.

Das Projekt bietet jungen Muslim:innen einen strukturierten Raum, um über Vorurteile zu sprechen und kritisches Denken zu entwickeln. Mit jährlichen Modulen und fachkundig angeleiteten Workshops zielt es darauf ab, langfristige Widerstandsfähigkeit gegen Rassismus und Extremismus aufzubauen. Die Initiative wird weiterhin durch regionale und bundesweite Demokratieförderprogramme unterstützt.