26 December 2025, 10:45

„Panikherz“ am Thalia Theater: Ein Kultstück nimmt nach sechs Jahren Abschied

Ein aufgeschlagenes Buch mit etwas darauf Geschriebenem.

Abschiedsvorstellung für Stuckrad-Barres 'Panikherz' im Thalia - „Panikherz“ am Thalia Theater: Ein Kultstück nimmt nach sechs Jahren Abschied

„Panikherz“ am Thalia Theater: Sechs erfolgreiche Jahre gehen zu Ende

Die Bühnenadaption von Panikherz am Thalia Theater feiert am Montag ihre letzte Vorstellung nach sechs erfolgreichen Jahren. Das Stück basiert auf Benjamin von Stuckrad-Barres autobiografischem Roman aus dem Jahr 2016 und erzählt von der Freundschaft des Autors mit der Hamburger Rocklegende Udo Lindenberg. Seit der Premiere 2018 hat die Produktion über 30.000 Zuschauer begeistert.

Der Roman Panikherz, 2016 erschienen, schildert Stuckrad-Barres persönliche Krisen und seine enge Verbindung zu Lindenberg. Die Bühnenfassung brachte diese Geschichte zum Leben – mit mehreren Schauspielern, die den „Stuckiman“ verkörpern, Lindenbergs Spitzname für den Schriftsteller. Bei der Premiere 2018 überraschte Lindenberg selbst das Publikum mit einem Auftritt als Nebenfigur, auch wenn seine Musik im Stück nur einmal zu hören war.

Stuckrad-Barre, 1975 in Bremen geboren, wurde vor allem durch seinen Debütroman Soloalbum und sein jüngstes Werk Udo Fröhliche bekannt – ein weiteres Buch, das von Lindenberg inspiriert ist. Sein Vater, Jobst von Stuckrad-Barre, starb Anfang dieses Jahres. Die Inszenierung des Thalia Theaters entwickelte sich zu einer der langlebigsten Produktionen des Hauses und verband Memoiren, Musik und Drama. Das Publikum reagierte besonders auf die schonungslose Darstellung von Freundschaft und Ruhm.

Mit der letzten Vorstellung endet eine Ära: Panikherz hinterlässt ausverkaufte Häuser und begeisterte Kritiken. Über 30.000 Menschen haben das Stück seit der Premiere gesehen und es damit zu einem der prägendsten Theatererlebnisse Hamburgs gemacht. Der Abschied der Produktion markiert das Ende eines Kapitels – für das Thalia Theater und die Geschichte, die es auf die Bühne brachte.