25 April 2026, 02:29

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs – trotz eigener Widersprüche

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen, wobei eine in der Mitte sitzt, mit Text unten, der "Die Frauenwahlrechtsbewegung" lautet.

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs – trotz eigener Widersprüche

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Position zu beziehen – statt das Thema der Linken zu überlassen. Diesen Vorstoß unternimmt er, obwohl er sich in der Vergangenheit gegen mehrere feministische Forderungen ausgesprochen hatte, darunter geschlechtergerechte Sprache und Paritätsregeln für die gleichberechtigte Besetzung von Ämtern.

Amthor argumentierte, Frauen würden häufiger wegen ihres Äußeren bewertet, während Männer vor allem nach ihren Argumenten beurteilt würden. Er betonte, CDU und Unionsfraktion hätten bereits eine klare Haltung zur Gleichstellung der Geschlechter – man brauche dafür keine Vorgaben von links. "Wir müssen das selbst gestalten", so der Abgeordnete.

Noch 2019 lehnte er einen Vorschlag ab, der eine paritätische Besetzung von Kandidatenlisten vorschrieb, um den Frauenanteil im Parlament zu erhöhen. Drei Jahre später setzte er sich für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein. Zudem unterstützte er die Beibehaltung strenger Abtreibungsregelungen, darunter die Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen und Werbeverbote für Abtreibungsangebote.

Nun fordert Amthor mehr Sensibilität für Geschlechterungerechtigkeit innerhalb der CDU. Er will, dass sich mehr Männer aktiv für Fortschritte in diesem Bereich einsetzen – besonders gegen die rechtspopulistische AfD. Sein Tonwechsel deutet auf die Sorge hin, in Gleichstellungsfragen an Einfluss gegenüber politischen Konkurrenten zu verlieren.

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Amthors jüngste Äußerungen markieren eine Akzentverschiebung, auch wenn seine früheren Positionen oft mit feministischen Forderungen kollidierten. Sein Appell, die CDU solle die Debatte um Gleichberechtigung selbst führen, ist ein strategischer Schachzug, um sich sowohl gegen linke als auch rechtsextreme Strömungen abzugrenzen. Wie die Partei auf seinen Vorstoß reagiert, bleibt abzuwarten.

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