07 February 2026, 15:18

Polizei Verden stärkt Demokratie durch historische Aufklärung in Baracks Wilhelmine

Eine Gruppe von Polizisten in schwarzen Uniformen und Helmen steht vor einer unscharfen Menge und einer Stadtlandschaft mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Verkehrszeichen und Schildern.

Polizei Verden stärkt Demokratie durch historische Aufklärung in Baracks Wilhelmine

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz hat mit der Dokumentations- und Lernstätte Baracks Wilhelmine eine Kooperation geschlossen, um demokratische Werte innerhalb der eigenen Reihen zu stärken. Ziel der Vereinbarung ist es, das Bewusstsein der Beamtinnen und Beamten für historische Ungerechtigkeiten sowie für den Widerstand gegen Diskriminierung zu vertiefen. Die Zusammenarbeit folgt ähnlichen Initiativen einer anderen niedersächsischen Polizeibehörde, die bereits Anfang dieses Jahres gestartet wurden.

Die Gedenkstätte Baracks Wilhelmine widmet sich der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs und bietet einen Ort der Reflexion und des Dialogs. Durch Besuche und Seminare erhalten die Polizeikräfte ein intensiveres Verständnis für Rassismus, Antisemitismus und Widerstand, als es die Standardausbildung vermittelt. Der Ansatz der Gedenkstätte fördert kritisches Denken und offene Diskussionen – zentrale Elemente demokratischer Bildung.

Seit 2018 unterhält die Polizeiinspektion Verden/Osterholz ein Team, das sich der Stärkung demokratischer Resilienz widmet. Ursprünglich als "Integrationsteam" gegründet, wurde es später in DemokratieWerk umbenannt. Diese Einheit unterstützt die laufenden Bemühungen, demokratische Prinzipien in der Polizeiarbeit zu verankern.

Die Kooperation der Polizeiinspektion Verden/Osterholz ist eine von nur zwei derartigen Partnerschaften in Niedersachsen. Bereits am 7. Januar 2026 hatte die Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt eine ähnliche Vereinbarung mit dem Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) unterzeichnet. Weitere dokumentierte Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Baracks Wilhelmine oder vergleichbaren Einrichtungen gibt es bei den Polizeibehörden der Region nicht.

Die Partnerschaft ermöglicht es den Beamtinnen und Beamten, sich im Rahmen der Programme der Gedenkstätte direkt mit historischen und ethischen Fragen auseinanderzusetzen. Durch die Verbindung von vor-Ort-Lernen mit internen Initiativen wie dem DemokratieWerk will die Polizeiinspektion ihr Engagement für demokratische Werte festigen. Dieser Ansatz dient als Modell dafür, wie historische Bildung in die Ausbildung von Polizeikräften integriert werden kann.