13 June 2026, 22:23

Preisexplosion an der Scala: Warum 30 Prozent mehr für Premiumplätze zahlen?

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

Preisexplosion an der Scala: Warum 30 Prozent mehr für Premiumplätze zahlen?

Preiserhöhung an der Mailänder Scala löst Proteste aus

Die Ticketpreise im Mailänder Opernhaus La Scala sind für einige der begehrtesten Plätze stark angestiegen. Die Erhöhung hat vor allem unter den treuen Fans, den sogenannten „Loggionisti“, für Empörung gesorgt. Die Theaterleitung betont jedoch, die Änderungen seien geringfügig und durch betriebliche Notwendigkeiten gerechtfertigt.

Betroffen sind 36 Premiumplätze in der zweiten Galerie, deren Preise von bisher 800 Euro auf nun 1.050 Euro gestiegen sind – ein Anstieg von über 30 Prozent. Im Durchschnitt fällt die Erhöhung für die Galeriesitze jedoch mit nur 1,48 Euro moderat aus.

Die Maßnahme hat unter Stammgästen Wut ausgelöst. Während der Vorstellungen warfen Demonstranten von den oberen Rängen Flugblätter herab, um ihren Unmut kundzutun. Die Scala-Führung spielt die Reaktionen herunter und argumentiert, nur ein kleiner Teil der Plätze sei betroffen.

Als Gründe für die Anpassung nennt das Theater anstehende Tarifverhandlungen mit den Mitarbeitern sowie die Verlegung der Werkstätten. Trotz der Kontroverse schreibt die Scala schwarze Zahlen und gilt ohnehin als teuerstes Theater Europas – nur die Salzburger Festspiele verlangen noch höhere Preise.

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Die aktuelle Preiserhöhung wird unter dem amtierenden Intendanten Fortunato Ortombina nicht weitergeführt. Die Leitung betont, die Änderungen seien vorübergehend und notwendig. Die Proteste zeigen jedoch keine Anzeichen einer Beruhigung.

Quelle